Von Markus
Leider habe ich nicht ganz genau herausfinden können, was eine Eelritze ist. Meine badische Mitbewohnerin meint, Eelritze seien gefährliche Waldgeister, vor denen ihr als Kind immer gedroht wurde, wenn sie etwas angestellt hatte. Auf jeden Fall ist das ein schöner Name für ein Fanzine. Diese Ausgabe ist nun leider auch schon vom April 2004, und seitdem scheint keine weitere Ausgabe erschienen zu sein – und irgendwie – wenn ich Ausgabe eins und zwei miteinander vergleiche, dann muss ich sagen, dass die aktuellere Ausgabe wesentlich liebloser zusammengestellt wurde, und auch die kurzen Geschichten nicht mehr so interessant sind, oder nicht mehr so eine Tiefe haben wie die der ersten Ausgabe (als auch noch Q And Not U und Atombombpocketknife interviewt wurden und es einen Bericht über eine anarchistische Kommune in den Cevennen gab). Hier gibt es also ein Interview mit den Fleshies, einem Elvis-Interpreten, McLusky, mit Radio Schizo (einem DIY-Distro aus Israel) und das war es dann, neben den kurzen Geschichten auch. Hm, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die zweite Ausgabe nur so halbherzig zusammengebastelt wurde, auch das Layout ist etwas lieblos. Schade, denn aus dieser Geschichte, Kleinstadtpunks (oder –loser, wie in #1 geschrieben) zu sein, kann man auch mehr machen.
A5/24 Seiten/Kontakt: L. Grohlig, Nahrungsberg 4, 35390 Gießen/eelritze@gmx.net
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