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Olivenfee #1

Von Markus

Der erste, und wichtigste Hinweis auf die Qualität dieses Papiererzeugnis findet sich, wenn Du die Beatpunk-Startseite aufschlägst. Dort steht nämlich ein Olivenfee-Werbelink. Gleich vom ersten Blick an erinnerte mich die/der/das Olivenfee an das Blurr. Vielleicht auch etwas an das Drachenmädchen. Das Heft ist furchtbar wundervoll dick, toll gelayoutet (wenn auch nicht annähernd so gut wie das Blurr, aber das zu erreichen, ist ja sowieso fast unmöglich), hat einen dicken Umschlag und liegt im gleichen Format wie die anderen beiden vor – Nämlich im Din A5 Querformat.

Da haben Jasmin, Andreas und ihre FreundInnen große Arbeit geleistet! Carsten Johannisbauer vom Blurr liefert auch gleich im Heft ein großartiges und – wie immer – verwirrendes Interview. Der ist ja auch Mitglied einer der relevantesten Punkbands der Neuzeit überhaupt: Oiro, die mit so wundervollen Textzeilen wie »Oi Spiesser gib ma Foier damit ich Dich anzünden kann« von sich überzeugen. Das ist .

Aber, naja, hier geht es ja erstmal um die/der/das Olivenfee… dessen erster Anblick aufgrund der Schönheit und der Grösse schonmal überwältigt. Und die Vielfalt. Hier geht es nicht um Musik, nun, zumindest nicht im Vordergrund. Musik ist der Soundtrack, der im Hintergrund für die gute, gelöste, angenehme Stimmung sorgt, ähnlich wie eine Geoff Farina‑ oder Karate-Platte. Im Gesamten geht es um Kultur, irgendwie. Um Musik, Literatur (Ginsberg, Bukowski), um Kurzgeschichten, Grafik… alles in Rubriken aufgebrochen. Wie folgt: Post aus aller Welt, Jugenderinnerungen, Fanzines. Und mehr. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Abschließend gibt es übrigens noch ein sehr sehr gutes und ausführliches Interview mit Christian Schmidt, der die -Ausstellung, die im vergangenen Sommer tourte, organisiert hat, der das Flatline Imperium (einen -Vertrieb) betreibt und im Archiv der Jugendkulturen für den -Bestand zuständig ist. Die gerade angesprochene Ausstellung und ein Besuch im Archiv der Jugendkulturen diente im übrigen als Hauptanregung, dieses Heft, das ja fast schon wieder ein Buch ist, zu machen.

Wer sich von Euch jetzt übrigens über den Preis wundert, oder schon aufregt: Das Heft ist professionell gedruckt, beinhaltet keine Werbung, liest sich sehr schön und ist richtig fett. So sollen meiner Meinung nach Fanzines aussehen: interessant, experimentell, neue Gedanken anregend, schön… und da kann so ein schnödes Review wie dieses nur unzulänglich sein.


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