Navigation

Dog Eared Pages »Believe«

Von Niklas

Wo gehste? – In’s Kino.
Was läuft? – Quo Vadis?
Was heißt das?
Wo gehste? – In’s Kino.
Was läuft? – Quo Vadis?
Was heißt das?
Wo gehste? – In’s Kino.
Was läuft? – Quo Vadis?
Was heißt das?
Wo gehste? – In’s Kino.
Was läuft? – Quo Vadis?
Was heißt das?
Wo gehste? – In’s Kino.
Was läuft? – Quo Vadis?
Was heißt das?
Wo gehste? – In’s Kino.
Was läuft? – Quo Vadis?
Was heißt das?

Wer die obigen Zeilen tatsächlich bis hierhin verfolgt hat und sich zu recht um seine bestimmt wertvolle Zeit betrogen fühlt, kann vielleicht ansatzweise nachempfinden, wie es mir beim Hören dieser CD ging. Bei »Believe« handelt es sich um eine endlos erscheinende Aneinanderreihung sowohl textlicher, als auch musikalischer Klischees. Das Zuhören bringt nicht nur keinerlei Erkenntnisgewinn, sondern – und da bin ich mir mittlerweile fast sicher – es hat mich auch ein bisschen dümmer gemacht. Schlechter California/College Punk, der so glatt und schon aufdringlich uninteressant ist, dass er nur noch von den Lyrics unterboten werden kann. Die Spannbreite reicht hierbei von ebenso traurigen wie unoriginellen Liebesbekenntnissen, über einen offenen Brief an die Eltern, bis zu dem immer wieder gerne verwendeten und grundsoliden Themenkomplex: »Ausbruch aus dem Alltag«. Des Weiteren gibt es natürlich den, für Bands, die versuchen die ohnehin schon zweifelhafte Authentizität einer Subkultur zu imitieren und dabei grandios scheitern, obligatorisch zu nennenden »wirmachendenganzenscheißnurfürunsunddenspaß undlassenunsvonniemandembeirren« – Text. Als besonders hervorragend im schlechtesten Sinne ist noch der mit Singleauskopplungspotential gesegnete Hit »Myspace Girl« zu nennen, der von – Überraschung – der unerfüllten Liebe zu einem Rock’n’Roll-Myspace-Girl handelt. Bei so erfrischenden semantischem Hochflügen wie…

»Hey Baby, I just want you to know
that having greasy hair and long sidebums
is not everything a man has to offer
and though I’m not driving a chevy from 58
I sure have a backseat to show you my love«

…bleibt mir nur zu sagen: ganz großes Kino!
Irgendwann setzt sich dann allerdings leider die langsam aber sicher konstituierende Erkenntnis durch, dass das alles komplett ernst gemeint ist und sich nicht etwa als Persiflage oder doch zumindest großes Missverständnis herausstellen wird. So ist das, was nach dem Hören dieser CD bleibt, neben einem leichten Anflug von Verzweiflung die naive und wider besseren Wissens durchschimmernde Hoffnung, dass die Kulturindustrie sich mit mehr von solchen Produkten eines Tages selbst ein Bein stellt. Da die Band allerdings auf einem gewissen Level Erfolg hat mit dem was sie tut, ist für schnelle Ernüchterung bestens gesorgt und wird die These, dass das Bedürfnis nach Zerstreuung im falschen Ganzen total sein muss noch einmal glaubhaft unterstützt.


Artikel: versenden versenden   Drucken Drucken

Technorati Del.icio.us Digg Yigg Mr.Wong Webnews Netselektor Blogmarks Linkarena Newsvine 

  1. nz 26.01.2008 / 2:49 am

    du hast auch nix besseres zu tun, oder?
    mit deinen sehr unqualifizierten beleidigungen bist du nicht wirklich besser… traurig dass manche menschen zwischen kritik und kacke labern nicht unterscheiden koennen!

Reiss die Fresse auf:

XHTML: Du kannst die folgenden Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>




Schubladen
Surftipps
  • Faites Votre Jeu!
  • Communique1
  • Kittkritik