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ENIAC »Oh?«

Von Max

Gute sechs Monate ist es jetzt her, dass das Album hier im Briefkasten lag. Und anstatt sich zu freuen, dass mal eine Platte zum Besprechen kommt, die man sich auch selber gekauft hätte, im Gegensatz zum Großteil der eingesendeten Belanglosigkeiten, bleibt das gute Stück so lange liegen. Um das Review nicht auf das übliche in-die-passende-Kategorie-stecken und die Aufzählung von Superlativen zu beschränken, hatte ich mir schon passende Einleitungen und Ausschmückungen überlegt, aber alle wieder verworfen. In Abgrenzung zu Reunion-Bands wie SLIME, die mit ihren Frisuren und ihrem Denken in den 80er stecken geblieben sind, als positive Definition für Punkrock zu vereinnahmen, war so eine Idee. Wie wärs zumindest mit einem Live-Bericht? Der Sänger trägt gerne eine Art Ganzkörperkondom aus orangen Filz, sieht damit aus wie ein Riesenwurm und hätte mir als Kind wochenlang Alpträume bereitet. Da zu exzessiv getanzt und gezuckt werden muss, blieb der Foto leider zuhause. Nicht nur musikalisch, sondern auch live rocken die Jungens inzwischen in der -Klasse. Ja, ja – die ewigen Vergleiche, aber dieser ist bitte nur als Lob zu verstehen, denn um Eigenständigkeit müssen nicht fürchten. Fürs Namedropping werden vom mitgeschickten Promozettel noch empfohlen, bitte schön.

Das Album wird in jedem Fach Klassenbester und ist trotzdem grade bei den Sitzenbleibern beliebt. Also her damit, auch im Winter muss getanzt werden.


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