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Faraquet »the view from this tower«

Von Max

Dass die Bands des DISCHORD-Labels in der Regel ihre Instrumente beherrschen und auch eher durch Eigenständigkeit als durch gutes Klauen glänzen, war mir bereits bekannt – ein solches Meisterwerk hätte ich allerdings nicht (mehr) erwartet. Was die drei Jungs aus Washington DC da auf ihren Instrumenten zaubern, lässt mich nur noch in der Superlative schreiben: Allein die Gitarrenarbeit ist so was von verspielt-komlex und rockt trotzdem ohne Ende. Dass der Gitarrist dabei auch noch singt, fällt schon schwer zu glauben. Aber auch der Rest des Trios braucht sich musikalisch nicht verstecken und da hier Leute mit Geschmack am Werk sind, bleiben die Metal-Gitarren draußen. Stattdessen holt man sich lieber eine dicke Portion Jazz ins Boot, auch Percussioninstrumente, Trompete, Keyboard und Streicher werden perfekt eingebaut. Mit Post-Hardcore/Rock lässt sich das Ganze wohl noch am ehesten beschreiben. Im Gegensatz zu der Split-CD mit AKARSO sorgt hier eine ordentliche Produktion für den richtigen Sound, schade nur, dass keine Texte mit abgedruckt sind. Alles in allem lässt das Album keinerlei Wünsche offen, bzw. KeineN still sitzen. Ich möchte beim Anhören schon fast von einem musikalischen Orgasmus sprechen und der Wusch fürs neue Jahr ist somit schon gefasst: live, da ist kein Weg zu weit.


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