Navigation

Debili Precjednik/Fat Prezident »Through The Eyes Of The Innocent«

Von Dennis

Um Punkmusik muss man sich nicht wirklich Gedanken machen. Nirgendwo wird die Wiederkehr des Bestehenden lebhafter und bewusster voran getrieben als in diesem kleinen Kosmos von Konventionen und Stiltreue. Originalität verspricht da nicht unbedingt ein Mehr an Authentizität. Der opulente Fundus bietet zwar größtenteils nur das Gleiche in Variation, aber weil sich diese Hülle bewährt hat, zitiert man einander immer wieder aufs Neue. Ein 30-jähriges, herrliches Zitat, das Berge von gleich klingender Musik hervorgebracht hat, die sich auf dem Genfeld der Subkultur und in den dafür vorgesehenen Plattenkisten stapeln.

Topographisch gesehen sind / oben auf, denn ihre Lieder sind -politisch voll auf der Höhe der Zeit, selbst wenn einige Melodien und Chöre von anderen Begegnungen her bekannt sein sollten. Der hoher Wiedererkennungswert der den Songs anhaftet ist vor allem Sänger Tin und seiner markanten Stimme zu verdanken, denn musikalisch ist die Platte größtenteils auswechselbar. Rise Against standen Pate und Modell, wobei keine bloße Abschrift der Ohrwurm-Piraten aus Chicago vorliegt, sondern auch andere Eckpunkte von »Through The Eyes Of The Innocent« fremd gekapert scheinen und mit Vergleichen zu geballert werden könnten. Lässt man die aber bei der Betrachtung außen vor und versucht zusätzlich noch das enorm hässliche Cover auszublenden, bleibt festzustellen, daß die 12 Songs mit einer dicken Produktion und gesellschaftlichem Problembewusstsein im Rücken an einem vorüber gehen und bis zum Ende hin mit mittelgroßen Glanzpunkten besetzt sind. Manche würden den Gesang vielleicht zur allgemeinen Geschmackssache verklären, aber jeder zerquetschte Ton mag noch ein bisschen eindringlicher belegen, was ich mir schon nach dem ersten Hören dachte: Dieses Album ist Zucker.

Und während ich dieses Review schreibe, denke ich, dass ich das doch alles auch schon zig mal geschrieben habe. Die »Wiederholung des Immergleichen«. Von wem stammt das eigentlich? – Wurde einfach schon zu oft zitiert.


Artikel: versenden versenden   Drucken Drucken

Technorati Del.icio.us Digg Yigg Mr.Wong Webnews Netselektor Blogmarks Linkarena Newsvine 

Es wurde noch kein Kommentar abgegeben.

Reiss die Fresse auf:

XHTML: Du kannst die folgenden Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>




Schubladen
Surftipps
  • Faites Votre Jeu!
  • Communique1
  • Kittkritik