Von Dennis
GET FUCKED from South Philadelphia. Ehemalige Mitglieder von Turmoil und LickGoldenSky haben sich nach Jahren zusammen gefunden, um ihre 94er Band wiederzubeleben und nun das monströse Produkt, in Form eines selbstbetitelten Trash/HC-Fieslings zu präsentieren. Sie bewegen sich in einer Sparte Punkrock, die den ehrlichen Soundtrack zum Abgrund liefert, wenn es keinen Grund mehr gibt weiter zu reden. Im Holzfällerstil, noisebetont und ungeschminkt. Meist irgendwo im Mid-Tempo angesiedelt, gibt Drummer Eric McManus des öfteren die rhytmisch vertrakten Passagen auf für einen rasenden Pogo, der dann auch die letzte Melodie totschlägt und kurze Trümmerhaufen hinterlässt. Hardcore mit wenig Humor.
Die Vocals sind stark verzerrt, manchmal aber leider auch zu leise abgemischt, was schade ist, denn der Gesang haut mächtig rein und bleibt bis zum Schluss würdiger Mitstreiter im Vergleich mit dem brachialen Doppelgitarrenbrett.
Dabei fehlen leider die Texte bei meiner CD, so dass ich nur vermuten kann, dass das geschriebene Wort genauso viel verspricht, wie die Titel es andeuten; »horticulture; nature`s alien«, »recipe for patio pieces« oder »exiting irish nativity« sind bestimmt ganz tolle Schenkelklopfer.
Doch Begeisterung will nicht vollends aufkommen, fehlt es dem Gesamtsound schließlich an der Atmosphäre, die Energie der Band auf die Songs zu übertragen. Es bleibt einfach zu wenig hängen. Langweilig wird es aber trotzdem nicht, denn die Platte ist nach knapp 20 Minuten schon wieder vorüber, und damit auch leider schon fast vergessen.
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