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International Pony »We Love Music«

Von Sebastian

Was ist das nur für eine fantastische Platte, die das internationale Pferdchen aus da zusammengebastelt hat? Aber es war nicht weniger zu erwarten, als das womit man nicht gerechnet hat. Einen bunten Querschnitt durch das Schaffen der hier beteiligten Musiker – zwischen DJ Kozes Soloscheibe, dem Gesamtwerk von und Fischmob‑ bekommt der geneigte Hörer nicht – statt dessen eine absolute Symbiose dessen, was an den einzelnen Outputs der Pony-Leute extrem eigen und charakteristisch ist. Das Spiel mit dem Zitat zum Beispiel. Auf der Scheibe selbst und besonders Live merkt man das extrem lockere Balancieren mit dem gesprochenen Wort. Radiofetzen, Hörspiel – und Gesprächsbrocken garnierten bereits die Fischmob Scheiben, wie auch Kozes Solo‑ LP und bilden hier einen angenehmen, aber nie ins Nervige abgleitenden Rahmen der Musik.

Der Sound selbst lässt sich überhaupt nicht in eine dieser beliebten Sparten drücken. Das Pony trabt munter über jede grüne Wiese. Zwischen glamourösen Discopassagen, jazzigen Momenten, smoothen -Beats, Soulläufen und trippigen Passagen gleitet die Platte hin und her. Und doch wäre es schlichtweg falsch zu behaupten, hier fehle es an einer klaren Linie. Motive bleiben. Ein warmer Klang, der sich entweder durch angenehme Streicher‑ bzw. Bläserarrangements oder durch eine dunkle, eingängige Bass entfaltet, durchzieht die Stücke wie ein roter Faden und fühlt sich dabei dem Detail und dem Ekel gegen den Ernst des Lebens verpflichtet. »We Love Music« ist ein Geständnis, das versucht wurde, hier in Musik zu meißeln. Es ist gelungen.


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