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Nitrominds »Verge Of Collapse«

Von Dennis

Nach inzwischen 14-jähriger Bandexistenz, 7 Europatouren und einem Berg an Veröffentlichungen hätte man eigentlich schon mal über aus bzw. deren Namen stolpern können. Außer den seit vielen Jahren umtriebigen Jason, den Politquatschköpfen I Shot Cyrus, Discarga, No Rest und einer mittelgroßen Armee von klassischen bis technisch szenespeerspitzenden Grindcorebands, fallen mir aber aus dem Stehgreif auch keine nennenswerten HC-Kombos aus Brasilien ein. Was nicht heißen soll, dass es sie nicht gibt. Glocken klangen bei mir jedenfalls keine, als ` »Verge Of Collapse« sich von Übersee nach hier absonderte und an unser Postfach klopfte. Herein trat ein ziemlich toller Breitbandhardcorebastard, der sau viel Punkrock im Blut hat, und im Zweifelsfall lieber ein bisschen mehr auf die Tube drückt als all zu bekannte Kompromisse an potentielle Diskotauglichkeit auch nur in Betracht zu ziehen. Denn man kann es nicht oft genug unterstreichen: Fuck rhythmisches Klatschen worldwide!

Propagandhi’stisches, mit unanständigen 80er Jahre-Trashmetal-Zitaten geschmücktes Liedgut verbreiten die und haben dabei fast ausschließlich Ohrwürmer herangezüchtet, die alle ebenso schnell wie mitsingfähig im Gehörgang lümmeln. Leider bleibt meine Promo-Version textblattfrei und deshalb unvollständig. Zu den 14 Studiotracks gesellen sich zusätzlich drei live-Mitschnitte, die alle bei den besten Liedern der Platte einsortiert gehören und das Album würdig besiegeln. In Sachen Old School liegt »Verge Of Collapse« jedenfalls ein gefühltes knappes Drittel über dem aktuellen HC-Mittel und ist um einiges interessanter als der dreißigste Aufguss eines beliebigen Comeback Kid-Klones, den niemand braucht. betourt noch bis Anfang März die hiesigen Breitengrade und spielt im Zweifelsfall genau jetzt im AJZ deines Vertrauens.


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