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Patterns »People I Adore«

Von Chris

Dass moderne Zeiten immer auch einen angemessenen und zeitgemäßen Sound hervorbringen, um den ganzen Elend auf Höhe eben dieser Zeit zu begegnen, liegt in der Sache selbst. Sich trotz des Hier und Jetzt und dessen musikalischen Ausuferungen dennoch auch auf Altbewährtes zu berufen, das schaffen die auf unkitschige Art und Weise.

Wo sie ihre Wurzeln im Punk durchaus angebracht zur Schau tragen, indem sie es an Fuck Off-Gestus nicht mangeln lassen, verbinden sie diese Attitüde mit modernem Sound zwischen Emo-Kante und Discofloor, um den Bogen zur musikalisch-schrägen Ästhetik Gang Of Fourscher Referenz inclusive dem altbewährten Pop-Appeal zu schlagen. Dieser Bogen gelingt ihnen nicht nur aufgrund ihrer augenzwinkernden Ästhetik vorzüglich, sondern vor allem wegen ihres charmanten Enthusiasmus, den sie ebenso in gewiss nicht ganz identitärer Selbstverliebtheit zur Schau stellen.

Wo Hand-Claps und Off-Beat oftmals drohen langweilig, veraltet und beliebig zu werden, wie es eben der Sound tagtäglich reproduziert, der sich der eigenen Überflüssigkeit in den Verhältnissen niemals bewusst zu werden scheint, weil er entweder politisch oder plump (oder beides) daher kommt, sind die Punk genug, um festgestellt zu haben, dass es immer noch kein richtiges Leben im falschen gibt. Und weil das Ganze das Unwahre ist und ohne dessen Beseitigung alles Geschwurbel von Hedonismus, Luxus und gutem Pop im Bestehenden sich selbst ins Abseits manövriert, wird versucht, wenigstens auf dem Dancefloor sich gut einzurichten.

Schwungvolle Rhythmen, waviger Gesang und das gewisse Etwas von Leichtfertigkeit machen aus den mehr als eine angenehme Überraschung, die zum Arschwackeln einlädt und einem für diese kurze Zeit das Gefühl geben kann: alles wird gut. Ein großartiger Stern, der da vor noch gar nicht allzu langer Zeit am Himmel aufgegangen ist.


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