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Shokei »Painkiller«

Von Janette

Wo holst du dir Befriedigung? Ballerspiele? Alkoholika? Sex? Shoppen? Das alles zählt als Lösungsansatz, das alles stellt mal kurz den Strom in der Gedankenzentrale ab und lenkt dich ab von all dem Frust und all den Fragen. »Painkiller« brauchen wir alle und besonders diesen hier. Kann es sein, dass einfach nicht die Bedeutung erfahren, die ihnen verdammt noch mal zu steht? Schleimscheißen ist das nicht, die 12inch hat es in sich. Voller Drive und Groove zeigen die drei Herren aus Bad Bocklet wo die Meßlatte für intelligente, laute und innovative Musik zu hängen hat. Textlich bleibt die Band ebenfalls auf dem Siegertreppchen. Keine Frage, -Konzerte sind ein Fest aus Krach und guten Sprüchen. Doch textlich wird deutlich, dass alles auch ernst und tiefsinnig ist und keineswegs nach Bierlaune klingt. Ehrliche Aggressionen, stellenswerte Fragen und dazu ein pulsierender Bass, der einen mitreisst.

Sehr gelungen ist auch das Coverartwork. Vorn prangt die Faltenvisage von einer jeden Fernsehmoderatorin, die hinter ihrem falschen Lächeln einiges an Frustration und Angst vermuten läßt. Der Index ist mit Linien durchbrochen, unruhig und chaotisch, als Inlay wartet der Traum von einer idyllischen Berglandschaft, mit See und Wiesen in dunklem Metallic-Silberprint. Auch hier lauert etwas.

Konzeptionell paßt das auch irgendwie zu der Platte. Auf Seite A finden sich die regulären Tracks, auf Seite B lauert ein etwas älterer -Song mit neuen Interpretationen und Coverversionen von Leuten mit denen bereits zusammen getourt, gespielt und released wurde. G-Tuk macht, was G-Tuk eben so macht: Kreischen, Piepen, Kreischen, Hämmern, Kreischen. Eve Massacre gibt dem »Hot Topic« ein schönes elektronischen Kleidchen, Petethepiratesquid haben hoffentlich viel Whisky getrunken, als dieser Rednex-Country-Sturm durch die WG-Küche gefegt ist und diesen Geigensound erzeugt hat. Bullensack steuern auch noch eine Version bei. Die B-Seite liegt einfach den Großteil der Zeit mit der Seite nach unten auf dem Plattenspieler, fünf Mal der gleiche Song, mindest drei krasse Versionen, dass ist mir zu heavy. Besonders die PTPS-Version fräst sich einem wie Klingeltonwerbung für mindestens einen Tag ins Hirn! Aber die Intention ist sweet und vielleicht ist da auch für jeden was dabei, nur ich kann es nicht finden.

Was sitzt du denn da jetzt noch so blöd rum? Geh los und besorg die Platte!


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