Eine Reise durch Regionen musikalischer Vielfalt, zumal in Zeiten, da jedes gammelige Stück Punkrock mit Schubladendespotismus klein geredet wird; das Sichtbarmachen von Emotionen, zumal in Zeiten, in denen versucht wird, den Strom individueller Gemütsbewegung stillzulegen und allgemein bestimmbar zu machen; Ungewissheiten einräumen zu können, um dem Festlegungszwang zu entkommen; damit müsste man dem aufgeschriebenen Wahnsinn der aufschreibenden Potentaten und ihren Urteilen dauerhaft entgegentreten. Oder aber für ein Ende aller Musikrezensionen eintreten. Aber kann der dumm gemachte Konsument dann noch erkennen, was er eigentlich will?
Es ist nicht das Problem der Musikmachenden, die Universalität des eigenen Werks zu begrenzen, indem es zerstückelt und benannt wird und sich dem künstlerischen Anteil, so überformt er auch sein mag, entledigt wird. Dieses Problem des Zerlegens muss erst ausgedacht werden. Die Kalligraphie des musikalischen Ausdrucks ist wichtiger als seine Lesbarkeit. Trainwreck wagen den Tanz auf den Seilen des ästhetisch Genormten und bleiben dabei dankbar ungenau in ihren Entwürfen.
Das Beste seit Langem.



