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Venerea »One louder«

Von Wauz

Schon in den 90ern sind mir als eine der vielen schlechten Schwedenbands aufgefallen, die meinten aus Kalifornien zu stammen und mit unglaublich mies kopiertem Melodic-Core die Hörgänge der Liebhaber dieser Spielart quälen zu dürfen. Aber dass man selbst im Jahre 2005 noch nix dazugelernt hat und immer noch den selben belanglosen, uninspirierten Müll auf den Markt wirft, ist mir unbegreiflich. Keine Spur von musikalischer Entwicklung oder Originalität. Wiedererkennungscharakter? Fehlanzeige! Die meisten Bands aus dieser Ära haben sich ja bereits aufgelöst oder sind dem nächsten Trend hinterhergehetzt, doch ich werde mich hüten, es zugute zu halten, dass sie sich treu geblieben sind. Denn aus Schrott wird kein Gold, selbst wenn man ihn länger pflegt. Man gibt sich wütender als damals, aber der lächerlich aufgesetzt wirkende, rauhe Gesang versetzt dem überaus schlecht produziertem Album eher noch den Todesstoß, anstatt damit wenigstens noch einen Ehrentreffer zu erzielen. Über die dämlichen Alibi-Politsongs (Guantanamo) möchte ich mich jetzt gar nicht auslassen, denn (glücklicherweise?) liegt kein Textblatt bei und das ganze Ausmaß der Peinlichkeit wurde mir somit nicht ersichtlich. Naja, nun kassieren doch einen Punkt, weil sie mit einem Song über Guantanamo einen originelleren Grund gefunden haben, auf die »bösen« Amerikaner zu schimpfen, als der doch recht inflationär genutzte Irak-Krieg. Der wird aber gleich wieder abgezogen, denn das im hippen Revolutionär-Chic gehaltene Artwork geht mal gar nicht. So, und jetzt wird die CD in die Tonne gekloppt.


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