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	<title>Kommentare zu: Mein Pop, Dein Pop</title>
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		<title>Von: Monaco</title>
		<link>http://www.beatpunk.org/stories/mein-pop-dein-pop/comment-page-1/#comment-409</link>
		<dc:creator>Monaco</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 10:28:08 +0000</pubDate>
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		<description>Das größte Problem an den Kulturindustriethesen wird in dem Artikel leider vernachlässigt, ist aber der bedeutendste Kritikpunkt, geht man der Frage nach, welche Aktualität die Thesen heute noch besitzen. 

Adorno und Horkheimer haben versucht eine theoretische Erklärung für die Stabilität von Herrschaftssystemen zu entwickeln. Ihre Theorie bezieht sich dabei auf die grundlegende Annahmen, dass die Kulturindustrie als sozialer Kitt dient, der die Gesellschaft festigt und Widerstand praktisch unmöglich macht. Das ist hinsichtlich der Entstehungsgeschichte der Thesen ja auch nachzuvollziehen (Leben im Exil, Nazi-Deutschland, der Zweite Weltkrieg). Das Problem ist nur, dass das Adorno und Horkheimer nie die Wirkung der Kulturindustrie untersucht haben. Die Analyse galt lediglich den kulturindustriellen Waren. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Konsumenten so sehr in dem Zirkel aus Manipulation und rückwirkendem Bedürfnis gefangen sind, dass man sie gar nicht untersuchen müsse/könne. Man schloss also von dem Medieninhalt auf die Medienwirkung. Selbst Adorno hat kurz vor seinem Tod eingesehen, dass dies nicht wirklich zutrifft und sprach den Konsumenten zumindest ein &quot;gedoppeltes Bewusstsein&quot; zu. Dass die Konsumenten gar nicht mal so blöd sind, wurde von damals bis heute in tausenden Werken untersucht und theoretisiert. Dabei haben sich Ansätze, die beispielsweise auf dem Gramscis Konzept der Hegemonie beruhen, als weitaus nützlicher erwiesen, um den Zusammenhang von Kultur und Gesellschaft zu beleuchten. Auch die Kulturindustriethesen wurden schon mehrfach hinsichtlich ihrer Aktualität interpretiert. Diese Artikel fehlen hier. 

Selbst Adorno und Horkheimer haben ihren Thesen nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit zugesprochen. Die viel interessantere Frage wäre doch, warum die Thesen heutzutage eine solche Faszination ausstrahlen, dass noch immer versucht wird sie - trotz aller plausibler Kritik - in die Gegenwart zu retten!? Lesen sollte man die Thesen natürlich trotzdem.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das gr&ouml;&szlig;te Problem an den Kulturindustriethesen wird in dem Artikel leider vernachl&auml;ssigt, ist aber der bedeutendste Kritikpunkt, geht man der Frage nach, welche Aktualit&auml;t die Thesen heute noch besitzen. </p>
<p>Adorno und Horkheimer haben versucht eine theoretische Erkl&auml;rung f&uuml;r die Stabilit&auml;t von Herrschaftssystemen zu entwickeln. Ihre Theorie bezieht sich dabei auf die grundlegende Annahmen, dass die Kulturindustrie als sozialer Kitt dient, der die Gesellschaft festigt und Widerstand praktisch unm&ouml;glich macht. Das ist hinsichtlich der Entstehungsgeschichte der Thesen ja auch nachzuvollziehen (Leben im Exil, Nazi-Deutschland, der Zweite Weltkrieg). Das Problem ist nur, dass das Adorno und Horkheimer nie die Wirkung der Kulturindustrie untersucht haben. Die Analyse galt lediglich den kulturindustriellen Waren. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Konsumenten so sehr in dem Zirkel aus Manipulation und r&uuml;ckwirkendem Bed&uuml;rfnis gefangen sind, dass man sie gar nicht untersuchen m&uuml;sse/k&ouml;nne. Man schloss also von dem Medieninhalt auf die Medienwirkung. Selbst Adorno hat kurz vor seinem Tod eingesehen, dass dies nicht wirklich zutrifft und sprach den Konsumenten zumindest ein »gedoppeltes Bewusstsein« zu. Dass die Konsumenten gar nicht mal so bl&ouml;d sind, wurde von damals bis heute in tausenden Werken untersucht und theoretisiert. Dabei haben sich Ans&auml;tze, die beispielsweise auf dem Gramscis Konzept der Hegemonie beruhen, als weitaus n&uuml;tzlicher erwiesen, um den Zusammenhang von Kultur und Gesellschaft zu beleuchten. Auch die Kulturindustriethesen wurden schon mehrfach hinsichtlich ihrer Aktualit&auml;t interpretiert. Diese Artikel fehlen hier. </p>
<p>Selbst Adorno und Horkheimer haben ihren Thesen nur eine zeitlich begrenzte G&uuml;ltigkeit zugesprochen. Die viel interessantere Frage w&auml;re doch, warum die Thesen heutzutage eine solche Faszination ausstrahlen, dass noch immer versucht wird sie &#8211;&#160;trotz aller plausibler Kritik&#160;&#8211; in die Gegenwart zu retten!? Lesen sollte man die Thesen nat&uuml;rlich trotzdem.</p>
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		<title>Von: Warum man die Kulturindustriethesen Theodor W. Adornos und Max Horkheimers auch heute ruhig einmal lesen sollte &#171; commander master chief</title>
		<link>http://www.beatpunk.org/stories/mein-pop-dein-pop/comment-page-1/#comment-407</link>
		<dc:creator>Warum man die Kulturindustriethesen Theodor W. Adornos und Max Horkheimers auch heute ruhig einmal lesen sollte &#171; commander master chief</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 12:17:15 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Text wurde für die #3 des Bremer Extrablattes verfasst. Er ist auf Beatpunk in leicht veränderter Form gespiegelt. Der Artikel steht auch als PDF im Drucklayout zum Abrufen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Text wurde f&uuml;r die #3 des Bremer Extrablattes verfasst. Er ist auf Beatpunk in leicht ver&auml;nderter Form gespiegelt. Der Artikel steht auch als PDF im Drucklayout zum Abrufen [&#8230;]</p>
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