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	<title>BEATPUNK WEBZINE &#187; Clara Luzia</title>
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		<title>Clara Luzia &#187;The Long Memory&#171;</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 18:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Asinella]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Luzia]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Anna Ternheim. Leslie Feist. Joanna Newsom. Jenny Wilson. Keren Ann. Hello Saferide. Bat For Lashes. In den letzten Monaten wurde der Erfolg in gro&#223;en Klumpen nicht (nur) nach langweiligen Jungsbands, sondern ausnahmsweise (auch) nach einer ganzen Reihe von begabten Musikerinnen geworfen. So sehr sich deren Ver&#246;ffentlichungen auch unterscheiden m&#246;gen: im klaren, mit leichtem hall versetzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anna Ternheim. Leslie Feist. Joanna Newsom. Jenny Wilson. Keren Ann. Hello Saferide. Bat For Lashes. In den letzten Monaten wurde der Erfolg in gro&szlig;en Klumpen nicht (nur) nach langweiligen Jungsbands, sondern ausnahmsweise (auch) nach einer ganzen Reihe von begabten Musikerinnen geworfen. So sehr sich deren Ver&ouml;ffentlichungen auch unterscheiden m&ouml;gen: im klaren, mit leichtem hall versetzten Gesang, der von zur&uuml;ckhaltenden Restinstrumenten umspielt wird, sind die K&uuml;nstlerinnen eintr&auml;glich aneinander ger&uuml;ckt.</p>
<p>Mit jener skalpellscharfen Stimme, lie&szlig;en sich noch aus dem abgestumpftesten Subjektpanzer Regungen der R&uuml;hrung, der Melancholie oder der Ausgelassenheit herauspr&auml;parieren. Jedenfalls <em>&raquo;Separation Road&laquo;</em> von Anna Ternheim oder Feists <em>&raquo;Reminder&laquo;</em> waren geeignet, neue Wunden zu rei&szlig;en oder alte zu schlie&szlig;en. Auf dem OP-Tisch der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft haben sie das private und das gesellschaftliche Elend f&uuml;r zwei Albuml&auml;nge prompt wegnarkotisieren. Liebeskummer, Zukunfts&auml;ngste, Pro-und-Anti-G8-Theater, M&uuml;geln, Marco und M&uuml;nte, Hausdurchsuchungen, Klimawandel und Vorratsdatenspeicherung &ndash; hau blo&szlig; ab&#160;&#8230; und nimm bei dieser Gelegenheit <em>&raquo;The Long Memory&laquo;</em> am Besten gleich mit.</p>
<p>Obwohl der Longplayer von Clara Luzia im Grunde genommen toll sein k&ouml;nnte, bleibt die ern&uuml;chternde Einsicht: er ist es nicht. Die Platte verf&uuml;gt zwar &uuml;ber ein sch&ouml;nes Songwriting, eine breite Instrumentenpalette und erfrischende Ideen, die Clara Luzia sogar aus dem miefig, lodernden Feuer der Vorh&ouml;lle Wien geholt hat. Nur bleibt das Problem, dass ihr Gesang nicht funktioniert. Er ist nicht au&szlig;ergew&ouml;hnlich oder zumindest ausgebildet genug, um souver&auml;n im Vordergrund zu punkten &ndash; oder um das Skalpellbild von eben noch einmal abzustauben: er ist ein wenig stumpf.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus sieht das Artwork unglaublich schei&szlig;e aus &ndash; eigentlich ungew&ouml;hnlich f&uuml;r Unterm Durchschnitt-Ver&ouml;ffentlichungen m&ouml;chte man meinen, w&uuml;sste man nicht, dass es sich bei Asinella um ein selbst&auml;ndiges Sublabel der K&ouml;lner Qualit&auml;tsschmiede handelt. Depressive Clowns(?) am Hafen? Ernsthaft: Schiffe, Meere, Matrosen und Hamburger Ansichten in allen Ehren aber Aquarelle von bedr&ouml;ppelten Menschen und Schweinen im Frack f&ouml;rdern nicht gerade den Ruf.</p>
<p>Zwei gro&szlig;e Ausnahmen gibt es auf <em>&raquo;The Long Memory&laquo;</em> jedoch, die f&uuml;r allerlei entsch&auml;digen und die man bei aller Geh&auml;ssigkeit<sup>1</sup> nicht unterschlagen darf. Zu nennen w&auml;re <em>&raquo;Gladly Away&laquo;</em>, das mantrahaft seine Kreise zieht und sich 3 &frac14; Minuten irrwitzig steigert, um dann mit einer dezenten E-Gitarren-R&uuml;ckkopplung wieder in Stille abzuebben. Den zweiten Glanzpunkt setzt der ohne Abstriche grandiose Hit <em>&raquo;Morning Light&laquo;</em>, der einem nach nur wenigen Umdrehungen die Wahrheit <em>&raquo;this is a sad, sad song&laquo;</em> mit Handclaps, Banjo und famosen Spannungsb&ouml;gen in die Hirnrinde bohrt. </p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_454" class="footnote">bei uns gehen Schweine durch, sie d&uuml;rfen sogar schreiben</li></ol>]]></content:encoded>
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