Notizen

Aggro-Wien

Von Sebastian

Nach Islamisten-Rap, Neonazi-Rap und Polizisten-Rap kommt aus Wien eine weitere, hippe Form der Aneignung von komischerweise noch immer in linken Kreisen gern als irgendwie emanzipatorisch geziehenen Popkultursparte Hip Hop.
Der FPÖ-Kandidat HC Strache (»HC Strache kämpft dafür, dass wir österreicher Herren im eigenen Haus bleiben«) veröffentlicht im Internet seine in etwas holperndem Flow abgefassten ersten Gehversuche mit – wie es am Stammtisch so schön heisst – »Negermusik«. In dem Stück wird er zum Rebellen gegen das Kartell der political correctness, zum Superhelden der sich zu sagen traut, was andere nicht mehr wagen. Etwa dieses: »Wir wollen unser Land nicht mehr verschenken, an Menschen, die unsre Kultur nicht schätzen, sich über unsre Gesetze wegsetzen! Wer sich nicht integrieren will, für den hab’ ich ein Reiseziel: Ab in die Heimat, guten Flug! Arbeitslose haben wir hier selbst genug.« Rassistische Abschiebekehrreime und andere Hässlichkeiten zur Jugend-Wahl-Akquise zum Anhören unter wirgebendentonan.fpoe.at. Krasser Shit.


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