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Egotronic: kein Ausflug zu Freunden

Kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums »Ausflug mit Freunden« wurde Egotronic das Auto von Unbekannten während ihres gestrigen Auftritts in der Weberei Gütersloh abgebrannt (Pressemitteilung der Polizei). Bis auf das Fahrzeug selbst hielt sich der Schaden aber in Grenzen. So wurden zum Glück keine Menschen verletzt, und auch Instrumente und Equipment fielen dem Anschlag nicht zum Opfer. Die Täter schmierten vor das brennende Auto laut Sänger Torsun zudem den Namen des Hotels, das für die Band gebucht war. Hinterlassen wurde auch ein Spruch, der sich gegen »Rotfressen« richtete. Die Vermutung liegt nahe, dass sich hier Nazis ausgetobt haben. Unter Polizeischutz wurden die drei Musiker in ein Ersatzhotel gebracht. Egotronic »habens mit Humor genommen« und gehen davon aus, dass die Versicherung den Schaden reguliert, schrieb mir Torsun gerade. Wir hoffen das auch und schicken beste Grüße auf die Tour.


(Ein Foto, das die Band gestern Abend geschossen hat)

Update: Jetzt berichtet auch die Regionalpresse über den Vorfall. In dem Artikel der Neuen Westfälischen wird der Schaden mit 60.000 Euro beziffert. Zudem habe sich auf dem Asphalt auch der Spruch »GT bleibt Rot – Apple…« befunden. Was auch immer das im Einzelnen heißen soll (Apple?), es klingt nicht unbedingt nach Rechtsradikalen. Aber in wieweit der Bericht glaubwürdig ist, wage ich aus der Ferne nicht zu beurteilen. Allerdings hielt auch die Band gestern noch eine Nazitäterschaft für wahrscheinlich.

Update II: Die Presseversion scheint sich zu bestätigen. Während der Spruch »GT bleibt rot« tatsächlich am Tatort angebracht stand, hat sich Torsun am Telefon verhört, als ihm die schriftlichen Hinterlassenschaften der Egotronic-Hasser mitgeteilt wurden. Irgendwas mit »Rotfressen«, wie es kurz nach dem Anschlag aus Bandkreisen hieß, fand sich demnach nicht in der Nähe des brennenden Autos wieder. Das verändert und dreht die vermutete Täterschaft. Bei den Autoanzündern hat es sich wahrscheinlicher um »linke« Antiimps, denn um Nazis gehandelt.

8 Kommentare zu diesem BeitragAuch was zu sagen?
  1. mittlerweile sind an verschiedensten orten schon sehr schöne gerüchte über eine evt. beteiligung des gütersloher ausnahmekünstlers makss damage aufgetaucht…
    man darf also gespannt sein wer hinter der schändlichen tat steckt. ich tippe auf den iranischen geheimdienst. ;)

  2. Schlichtweg unverständlich. Nunja, Egotronic beziehen ja zeitweise in Texten schon eine Position ihrer politischen Ausrichtung, aber ich finde es trotzdem immer wieder unbegreiflich, wie Menschen auf solche dummen Ideen kommen.

  3. naja makss hat auch auf dem spielplatz vor der weberei gechillt und mit freunden gesoffen, irgendwann war er weg.
    gt bleibt rot würd auch auf ihn passen.

  4. Ich habe gelesen, dass da stand: GT bleibt Rot!
    Also können es ja wohl nicht Nazis gewesen sein??!!
    Außerdem wieso Gt bleibt rot, das heißt doch dass egotronic gegen rot sind oder???

  5. @Anonym: GT bleibt Rot! stand auf dem Pflaster. »Rotfressen« hat sich als falsch erwiesen. Siehe oben Update 2.

  6. »Apple« ist wohl der Name des Hotels, in dem egotronic gepennt haben – schreibt zumindest die Jungle World.

  7. Weiter so! Macht euch fertig!
    stallin ist der beste!!!! :-)
    Hoch lebe der Makssismus ;-)

    dein judas….

  8. …die Autobrandstifungen häufen sich andererseits erst, seit es die nationalen Autonomen gibt.
    So läßt sich mit wenig Aufwand die Bevölkerung gegen die Linken aufhetzen.
    Da öfters auch Autos angezündet werden, die erkennbar keine Luxuskarossen sind, vermute ich hinter diesen Aktionen eher eine false-flag-Taktik der Rechten.
    In diesem Fall hier würde man dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können: den verhaßten linken Musikern ihr Auto abfackeln und gleichzeitig den Gegner dumm dastehen zu lassen.
    War das vor zwei Wochen nicht so, daß im Osten ein paar Nazis aufgegriffen wurden, die linke Sprüche an Häuserwände sprühten, aus ebensolchen Gründen?

Auch mal das Maul aufreissen?

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