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Testcard #14 Discover America

Von Markus

Viel eloquenter als die -Redaktion kann aus meiner Sicht gerade kaum jemand auf den politischen und kulturellen Zustand dieses kleinen Teils europäischer Landmasse eingehen, der sich Deutschland nennt:

»Viele Linke erliegen hierzulande dem sie mit der Rechten wundersam einenden Kurzschluss, dass us-amerikanische Kultur und Mentalität längst bekannt seien und sich auf McDonald’s, Hollywood und Michael Jackson – kurz: auf so genannten Kulturimperialismus – reduzieren ließen. Es gibt offenkundige Parallelen, wenn nicht Wechselbeziehungen zwischen und einer sich stolz pazifistisch gerierenden Positionierung als von amerikanischen Machthabern verschmähtes »Old Europe« einerseits und einer reaktionären bis revanchistischen Geschichtsschreibung andererseits, die uns »die Deutschen« als ein geläutertes wie auch einst von Hitler und Weltkrieg »unterjochtes Volk« verkaufen will…« (u.a. »Das Wunder von Bern«, Jörg Friedrich’s Historikergeschwafel von Deutschland als Bombenopferland, etc.)

Die neue Ausgabe von hat es sich also zur Aufgabe gesetzt, Amerika neu zu entdecken, ein neu erstarktes Do-It-Yourself Verständnis, neue Netzwerke, gegenkulturelle Musik‑ und Kulturverständnisse, usw. vor‑ und damit etwas gegenüberzustellen: einem unglaublichen Provinzialismus, der sich hierzulande unter anderem, unter anderem in der Forderung nach einer nationalen Popquote äußert. Um jetzt nicht weiter das Editorial der (das sowieso unter www..de nachzulesen ist) zu paraphrasieren, verweise ich auf den Inhalt, der vielgestaltig und spannend ist. Da geht es um einerseits, die Ursachen und Folgen, als auch die vielen aufregenden kulturellen Phänomene: Von Detroit, über neue Kollektive oder SongwriterInnen, Neozapatismus und , Bossa Nova, HipHop-Kultur als neue Form des Black Freedom Struggle, Queer-Themen und Gender Studies. Filme, Musik, Bücher… Abgerundet mit einem zwar von Martin Büsser dominierten Rezensionsteil, aber der ist ja nun auch wieder einer der besten deutschsprachigen Autoren in diesem Bereich. Christian Schmidt, vom ZineZine hochgeschätzt, hat in dieser Ausgabe übrigens auch einen Artikel veröffentlicht: »Von Amerika lernen heißt siegen lernen! Die US-Zine-Kultur«


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