Navigation

Antitainment »Cooler Plattentitel«

Von Max

Oh ja. Seit langem mal wider Vinyl im Postfach. Ich muss zwar zugeben, dass ich mir musikalische Kost schon seit längerem nur noch über Rechner und Mp3-Player digital vorgekaut in den Gehörgang füttern lasse, die LP hat aber einfach das bessere Format und Vinyl macht sexy. Den ersten Pluspunkt machen deshalb schon damit, ihrer LP von Haus aus noch eine CD mit selbigem Inhalt beizulegen. Das spart faulen Säcken wie mir schon mal einen Haufen Überspielarbeit. Vom Charme und Humor her erinnern an die erste Muff-Potter-Platte, weniger Emo und mehr Proll vielleicht, DIY wird großgeschrieben.

Textlich geht’s unter anderem um allgemeinen Menschenhass, die integrierende Funktion von (Sub)Kultur, Deutsch-Pop und anderes. Ein wenig widersprüchlich kommt der Song gegen nervige Szene-Identitäten aus dem Bereich selbstmitleidiger Emo-Boys (siehe MySpace-Profile) daher, wenn man dann selber abgelutschte Samples aus »Donnie Darko« einbaut, der genau dieses Klientel bedient.

Musikalisch bieten experimentellen Deutschpunk im weitesten Sinn, der auch gerne mal den Knüppel aus dem Sack lässt und auch vor Hip-Hop-Anleihen nicht zurückschreckt, die Orgel nicht zu vergessen. Einige Songs haben durchaus Hit‑ und Ohrwurmcharakter (z.B. Franz Strambach), andere sind leider zu einfach gestrickt, um auf Dauer zu begeistern. Dennoch eine verdammt sympathische Band, die ihre Qualitäten sicherlich erst live voll zu entfalten weiß.


Artikel: versenden versenden   Drucken Drucken

Technorati Del.icio.us Myspace Facebook Digg Yigg Mr.Wong Webnews Netselektor Blogmarks Linkarena Newsvine 

Es wurde noch kein Kommentar abgegeben.

Reiss die Fresse auf:

XHTML: Du kannst die folgenden Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>




Schubladen
Surftipps
  • Faites Votre Jeu!
  • Communique1
  • Kittkritik