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Eaves »Höhenangst«

Von Dennis

»Nie gelernt Ideen zu teilen. Nur eins gelernt und das ist Schweigen. Und so lassen wir uns treiben. Realität in kleinen Scheiben.«

nennt sich diese Hardcoreband aus old Aachen – der Domstadt, der Drogenumschlagsstadt, der Atomstadt. Eine Bezeichnung für den Stil den die fünf Herren von fabrizieren, läßt sich allerdings nicht so leicht finden. Einerseits ist die Stoßrichtung fast aller Songs bestimmt durch eine schonungslose Krachwand und rasantes Tempo, der musikalischen Prügelstrafe nicht unähnlich. Zum anderen sind es die langsamen, eher zurückgefahrenen Parts – in denen athletischster Wert auf Gitarrenharmonien gelegt wurde – die besonders eindringlich sind und »Höhenangst« von anderen Knüppelalben abheben. Diese Verknüpfung von treibenden Melodien und bösem Gekeife, zu einem stockenden Alptraum arrangiert, ruft in mir Erinnerungen wach an die großartigen Jeniger (R.I.P.) aus Hamburg. Sänger Jochen macht seinen Job ebenfalls konsequent, schreit nach Beachtung und weiß sich an den richtigen Stellen zurückzuhalten, und entgegen den meisten HC-Veröffentlichungen ist auch den (deutschen) Texte auf dieser Platte eine Bedeutung zu entnehmen. Egal, ob der Scheibe ein Hit fehlt oder ob der eher verwaschene Sound nicht jedem/r der liebste ist, sind ruheloser als viele andere Szeneuntermieter und zeigen mit »Höhenangst« ziemlich deutlich, was es mit modernem Hardcore auf sich haben kann.


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