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Peters. »Auffallen Durch Umfallen«

Von Abel vB

Die neue .-Platte ist da. Wer die . nicht kennt, sie nie gesehen hat oder ihren Werdegang verfolgte, für den nur eine kleine Meldung im großen Musikbusiness, sicherlich. Eine Veröffentlichung mehr, was stört es mich. Wer aber zu der anderen Menge von Menschen gehört, denen die . seit ihrer Single, einem Konzert oder einer langen Nacht etwas bedeuten, wird aufatmen und denken: Endlich. Denn wie es sich für unwillige Recken der Gitarrenmusik gehört, zog sich lang, lang der Entstehungsprozeß an deren Ende »Auffallen durch Umfallen« steht.

Umfallen? Durch trinken? Sind die . eine Trinkerband? Sofern sie es sein sollten, was sie für sich vermutlich niemals proklamieren würden, sind sie dann doch keine Trinkerband im klassischen Sinne. Trinker, in diesem Sinne, vielleicht: immer bereit eine Geschichte zu erzählen und noch ein Bier zu bestellen, egal wie sehr sich die Zeit beeilt. Eine Nacht geht nie zu Ende. Und diese Ruhelosigkeit, an deren Ende viel zu oft ein ungutes Gefühl auf dich und mich wartet, wenn das Zimmer viel zu klein ist, um dem Kater ein warmes Plätzchen zu bescheren, durchzieht diese Veröffentlichung wie selten eine Platte. Die deutschsprachigen Texte legen sich wie eine Decke aus Drahtwolle auf ein Bett in dem jemand schläft von dem man nur die Freunde kennt. North Of America, Q And Not U und Les Savy Fav sind für die fünf Musiker sicherlich keine Unbekannten.

Dennoch ist der Sound stringenter, näher an der Melodie, die sich vielleicht mal verbirgt, irgendwann dann doch wieder auftaucht. Der Punk vergangener Tage ist nicht gänzlich verschwunden, komplett raus. Nur mal beim Friseur gewesen, hat sich eine neue Jacke gekauft oder vielleicht auch nur das Dosenbier gegen eine Flasche Beck’s getauscht.

Bei den . kommt viel zusammen, das man eigentlich getrennt kennt. Eigenwilliges Gitarrenspiel das zum Lärm tendiert wird für die saubere Linie um eine Orgel ergänzt und dann zu einem Rhythmus, der keiner sein will.

So bleibt der deutsche Gesang das einzige Fragment aus den Deutschpunk’esquen Zeiten der ., die mit »Auffallen durch Umfallen« der affektierten Masse von langweiligen Bands, die »so was mit Gitarre und deutschen Texten« machen, mal ’nen Schnaps spendiert haben und mit ihrer Musik eindeutig in Hamburg angekommen sind. Ach so, und natürlich Texte zum Nachdenken!


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