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Plemo and Rampue »Love Hate Peace Fuck«

Von Niklas

Erste Sympathiepunkte bekommt diese CD ausgerechnet für den mitgelieferten Promotext, der sich ansonsten bei gefühlten 90 % der zu rezensierenden Tonträger als Refugium grausamster linguistischer Verirrungen erweist. Denn wo in der Regel von Bands die »abrocken«, »Mucke machen«, »die Klampfe virtuos bearbeiten« und ähnlichem Schwachsinn berichtet wird, geht es hier »einfach darum Popmusik zu machen«. Um Songs, die, so weiter, »aus der Notwendigkeit entstehen, dass man sie macht«. Solch einem von geistigem Weitblick und analytischer Schärfe geradezu bestechendem Statement, lässt sich nicht viel hinzuzufügen; es steht exemplarisch für die ganze angenehme Unaufgeregtheit und die selbstironischen Bezüge, die sich über den Tonträger verteilt wieder finden lassen.

Musikalisch betrachtet handelt es sich bei »Love Hate Peace Fuck« um bestimmt gut tanzbare elektronische Unterhaltungsmusik, mit teilweise beachtlichen Gesangseinlagen, netten Tunes und zahlreichen Reminiszenzen, von 80er-Discomusic über 90er-Jahre-Trash bis hin zu aktuelleren Artisten wie Saalschutz. Manchmal klingt das Album vielleicht ein wenig zu ambitioniert gut gelaunt, aber wegen Frühlingsbeginn und so (alles nur Ideologie, schon klar) geht auch das.

Die Texte wurden leider nicht im Booklet abgedruckt. Geht man allerdings von den akustisch zu verstehenden und immer wieder auftauchenden Schlagwörtern aus, so handelt das ganze lyrisch wohl hauptsächlich vom »durchdrehen« und »die Kontrolle verlieren«. Sachen also, die man vielleicht nicht gerade als Hedonismus verkleidet zur generellen politischen Programmatik erheben sollte, allerdings ab und zu durchaus mal machen kann.


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