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	<title>BEATPUNK WEBZINE &#187; Unterm Durchschnitt</title>
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		<title>Peters. &#187;Auffallen Durch Umfallen&#171;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 12:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abel vB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue peters.-Platte ist da. Wer die peters. nicht kennt, sie nie gesehen hat oder ihren Werdegang verfolgte, f&#252;r den nur eine kleine Meldung im gro&#223;en Musikbusiness, sicherlich. Eine Ver&#246;ffentlichung mehr, was st&#246;rt es mich. Wer aber zu der anderen Menge von Menschen geh&#246;rt, denen die peters. seit ihrer Single, einem Konzert oder einer langen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue peters.-Platte ist da. Wer die peters. nicht kennt, sie nie gesehen hat oder ihren Werdegang verfolgte, f&uuml;r den nur eine kleine Meldung im gro&szlig;en Musikbusiness, sicherlich. Eine Ver&ouml;ffentlichung mehr, was st&ouml;rt es mich. Wer aber zu der anderen Menge von Menschen geh&ouml;rt, denen die peters. seit ihrer Single, einem Konzert oder einer langen Nacht etwas bedeuten, wird aufatmen und denken: Endlich. Denn wie es sich f&uuml;r unwillige Recken der Gitarrenmusik geh&ouml;rt, zog sich lang, lang der Entstehungsproze&szlig; an deren Ende <em>&raquo;Auffallen durch Umfallen&laquo;</em> steht. </p>
<p>Umfallen? Durch trinken? Sind die peters. eine Trinkerband? Sofern sie es sein sollten, was sie f&uuml;r sich vermutlich niemals proklamieren w&uuml;rden, sind sie dann doch keine Trinkerband im klassischen Sinne. Trinker, in diesem Sinne, vielleicht: immer bereit eine Geschichte zu erz&auml;hlen und noch ein Bier zu bestellen, egal wie sehr sich die Zeit beeilt. Eine Nacht geht nie zu Ende. Und diese Ruhelosigkeit, an deren Ende viel zu oft ein ungutes Gef&uuml;hl auf dich und mich wartet, wenn das Zimmer viel zu klein ist, um dem Kater ein warmes Pl&auml;tzchen zu bescheren, durchzieht diese Ver&ouml;ffentlichung wie selten eine Platte. Die deutschsprachigen Texte legen sich wie eine Decke aus Drahtwolle auf ein Bett in dem jemand schl&auml;ft von dem man nur die Freunde kennt. North Of America, Q And Not U und Les Savy Fav sind f&uuml;r die f&uuml;nf Musiker sicherlich keine Unbekannten. </p>
<p>Dennoch ist der Sound stringenter, n&auml;her an der Melodie, die sich vielleicht mal verbirgt, irgendwann dann doch wieder auftaucht. Der Punk vergangener Tage ist nicht g&auml;nzlich verschwunden, komplett raus. Nur mal beim Friseur gewesen, hat sich eine neue Jacke gekauft oder vielleicht auch nur das Dosenbier gegen eine Flasche Beck&#8217;s getauscht. </p>
<p>Bei den peters. kommt viel zusammen, das man eigentlich getrennt kennt. Eigenwilliges Gitarrenspiel das zum L&auml;rm tendiert wird f&uuml;r die saubere Linie um eine Orgel erg&auml;nzt und dann zu einem Rhythmus, der keiner sein will. </p>
<p>So bleibt der deutsche Gesang das einzige Fragment aus den Deutschpunk&#8217;esquen Zeiten der peters., die mit <em>&raquo;Auffallen durch Umfallen&laquo;</em> der affektierten Masse von langweiligen Bands, die <em>&raquo;so was mit Gitarre und deutschen Texten&laquo;</em> machen, mal ’nen Schnaps spendiert haben und mit ihrer Musik eindeutig in Hamburg angekommen sind. Ach so, und nat&uuml;rlich Texte zum Nachdenken!</p>
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		<title>Clara Luzia &#187;The Long Memory&#171;</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 18:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Asinella]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Luzia]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Anna Ternheim. Leslie Feist. Joanna Newsom. Jenny Wilson. Keren Ann. Hello Saferide. Bat For Lashes. In den letzten Monaten wurde der Erfolg in gro&#223;en Klumpen nicht (nur) nach langweiligen Jungsbands, sondern ausnahmsweise (auch) nach einer ganzen Reihe von begabten Musikerinnen geworfen. So sehr sich deren Ver&#246;ffentlichungen auch unterscheiden m&#246;gen: im klaren, mit leichtem hall versetzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anna Ternheim. Leslie Feist. Joanna Newsom. Jenny Wilson. Keren Ann. Hello Saferide. Bat For Lashes. In den letzten Monaten wurde der Erfolg in gro&szlig;en Klumpen nicht (nur) nach langweiligen Jungsbands, sondern ausnahmsweise (auch) nach einer ganzen Reihe von begabten Musikerinnen geworfen. So sehr sich deren Ver&ouml;ffentlichungen auch unterscheiden m&ouml;gen: im klaren, mit leichtem hall versetzten Gesang, der von zur&uuml;ckhaltenden Restinstrumenten umspielt wird, sind die K&uuml;nstlerinnen eintr&auml;glich aneinander ger&uuml;ckt.</p>
<p>Mit jener skalpellscharfen Stimme, lie&szlig;en sich noch aus dem abgestumpftesten Subjektpanzer Regungen der R&uuml;hrung, der Melancholie oder der Ausgelassenheit herauspr&auml;parieren. Jedenfalls <em>&raquo;Separation Road&laquo;</em> von Anna Ternheim oder Feists <em>&raquo;Reminder&laquo;</em> waren geeignet, neue Wunden zu rei&szlig;en oder alte zu schlie&szlig;en. Auf dem OP-Tisch der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft haben sie das private und das gesellschaftliche Elend f&uuml;r zwei Albuml&auml;nge prompt wegnarkotisieren. Liebeskummer, Zukunfts&auml;ngste, Pro-und-Anti-G8-Theater, M&uuml;geln, Marco und M&uuml;nte, Hausdurchsuchungen, Klimawandel und Vorratsdatenspeicherung &ndash; hau blo&szlig; ab&#160;&#8230; und nimm bei dieser Gelegenheit <em>&raquo;The Long Memory&laquo;</em> am Besten gleich mit.</p>
<p>Obwohl der Longplayer von Clara Luzia im Grunde genommen toll sein k&ouml;nnte, bleibt die ern&uuml;chternde Einsicht: er ist es nicht. Die Platte verf&uuml;gt zwar &uuml;ber ein sch&ouml;nes Songwriting, eine breite Instrumentenpalette und erfrischende Ideen, die Clara Luzia sogar aus dem miefig, lodernden Feuer der Vorh&ouml;lle Wien geholt hat. Nur bleibt das Problem, dass ihr Gesang nicht funktioniert. Er ist nicht au&szlig;ergew&ouml;hnlich oder zumindest ausgebildet genug, um souver&auml;n im Vordergrund zu punkten &ndash; oder um das Skalpellbild von eben noch einmal abzustauben: er ist ein wenig stumpf.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus sieht das Artwork unglaublich schei&szlig;e aus &ndash; eigentlich ungew&ouml;hnlich f&uuml;r Unterm Durchschnitt-Ver&ouml;ffentlichungen m&ouml;chte man meinen, w&uuml;sste man nicht, dass es sich bei Asinella um ein selbst&auml;ndiges Sublabel der K&ouml;lner Qualit&auml;tsschmiede handelt. Depressive Clowns(?) am Hafen? Ernsthaft: Schiffe, Meere, Matrosen und Hamburger Ansichten in allen Ehren aber Aquarelle von bedr&ouml;ppelten Menschen und Schweinen im Frack f&ouml;rdern nicht gerade den Ruf.</p>
<p>Zwei gro&szlig;e Ausnahmen gibt es auf <em>&raquo;The Long Memory&laquo;</em> jedoch, die f&uuml;r allerlei entsch&auml;digen und die man bei aller Geh&auml;ssigkeit<sup>1</sup> nicht unterschlagen darf. Zu nennen w&auml;re <em>&raquo;Gladly Away&laquo;</em>, das mantrahaft seine Kreise zieht und sich 3 &frac14; Minuten irrwitzig steigert, um dann mit einer dezenten E-Gitarren-R&uuml;ckkopplung wieder in Stille abzuebben. Den zweiten Glanzpunkt setzt der ohne Abstriche grandiose Hit <em>&raquo;Morning Light&laquo;</em>, der einem nach nur wenigen Umdrehungen die Wahrheit <em>&raquo;this is a sad, sad song&laquo;</em> mit Handclaps, Banjo und famosen Spannungsb&ouml;gen in die Hirnrinde bohrt. </p>
<p><strong>Anmerkungen</strong></p><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_454" class="footnote">bei uns gehen Schweine durch, sie d&uuml;rfen sogar schreiben</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Captain Planet &#187;Wasser Kommt, Wasser Geht&#171;</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 15:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Captain Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Emopunk]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieben Tage sieben K&#246;pfe, elf Lieder elf Rezensenten. Vielleicht muss das Spiel einmal so herum gespielt werden, nicht ohne, sondern mit Worten, nicht auf der Br&#252;cke &#252;ber so much water, sondern wireless im trockenen Onlineknast. Jedenfalls bei etwas Besonderem k&#246;nnte es einmal lohnen, die Eingetretenheit der Form zu verwischen und das gro&#223;e Abenteuer im Metadelta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Tage sieben K&ouml;pfe, elf Lieder elf Rezensenten. Vielleicht muss das Spiel einmal so herum gespielt werden, nicht ohne, sondern mit Worten, nicht auf der Br&uuml;cke &uuml;ber so much water, sondern wireless im trockenen Onlineknast. Jedenfalls bei etwas Besonderem k&ouml;nnte es einmal lohnen, die Eingetretenheit der Form zu verwischen und das gro&szlig;e Abenteuer im Metadelta in elf &#8211;&#160;wie ich finde&#160;&#8211; tolle, kleine Wespenstiche zu zerlegen. Was die anderen wohl von &raquo;Wasser kommt, Wasser geht&laquo; halten werden? Gar nichts, nat&uuml;rlich. Wie sollten sie auch? Versuchsweise wird jetzt das zerrissen, was den derzeitigen Tendenzen der Musikindustrie sowieso zum Opfer f&auml;llt &ndash; das Album. Lediglich seine Atome h&auml;ngen im MP3-Format Rezensentenmails an. Aus einem h&uuml;bschen Blumenstrau&szlig; bekommt jeder nur eine geschenkt. Nur eine. Sie duftet nach einem &auml;u&szlig;erst reduzierten Blickfeld, nach Scheuklappen, mit denen eine Platte nicht in Spreu und Weizen zertrennt und feins&auml;uberlich entlang dieser Kategorien gesammelt und gestapelt werden kann &ndash; doch sie duftet gut. Was sich wohl trotzdem von einem einzigen Song sagen l&auml;sst? Was er wohl &uuml;ber ein homogenes Album und &uuml;ber eine Band verr&auml;t, wird sich zeigen. Wahrscheinlich brechen auch nur die verspleenten Musikvorlieben der Beatpunk-Belegschaft heraus, deren Verschriftlichung den Leser noch vollends verwirrt der allt&auml;glichen Tristesse zur&uuml;ck &uuml;berantwortet. Ehrlich, ich bin gespannt auf die getippten hundertzwanzig Sachen. Auftauchen zum Luftholen, Genosse. Hols St&ouml;ckchen bitte&#8230;</p>
<p><strong>Wespenstich</strong><br />
Ein Song &uuml;bers Davonlaufen, einer jedoch ohne Gewaltphantasien oder gro&szlig;artigen Kitsch. Die splittrige Stimme erg&auml;nzt sich m&uuml;helos mit der &uuml;brigen Instrumentierung, die Bilder, die der S&auml;nger sprachlich hervorbringt tun ihm weh und irgendwann tun sie auch mir weh, denn sie sind nicht wirklich originell und auch ich beginne an Flucht, ans Weglaufen zu denken. Dann ist das Lied vorbei. Melancholisch, kraftlos, freudlos &ndash; ist es das was Emo k&ouml;nnen muss? Dieses Lied ist Schmerz in Reinkultur und trotzdem nicht v&ouml;llig daneben. (Dennis)</p>
<p><strong>Ohne Worte</strong><br />
Ohne Worte hei&szlig;t mein Song&#160;&#8211; und viel vom Text l&auml;sst sich erstmal nicht raush&ouml;ren, die Betonung verspricht aber Bedeutendes. Klingt beim ersten Mal h&ouml;ren recht belanglos, beim achten Mal auch. Der Schluss des Liedes ist ganz gelungen. Von diesem Song aus zu urteilen, w&uuml;rde ich das Album nicht runterladen oder kaufen. (Max)</p>
<p><strong>So Much Water</strong><br />
Nett. Aber: der kleine Bruder von nett ist bekanntlich schei&szlig;e. So richtig schei&szlig;e ist das zwar nicht, nur einfach irgendwie zu nett. (Chris)</p>
<p><strong>Spreu vom Weizen</strong><br />
Das Rad kann nicht neu erfunden werden. Alles war irgendwie schon mal da und profitiert vom Hype und geht mit seinem Abklang unter. Trotzdem nerven mich zehnmal aufgegossene Teebeutel. &raquo;Spreu vom Weizen&laquo; ist so ein Teebeutel. Ich f&uuml;hle ich mich peinlich ber&uuml;hrt von verwendeten Bildern wie Ampeln auf gr&uuml;n, sich selbst in Zeitlupe sehen, der erste Kuss, ein geschlossenes Kino. Das ganze wird, wie es grad so angesagt ist, existentialistisch ins Mikro gepresst und schmiegt sich v&ouml;llig kantenlos an die Gitarrenriffs an. Ausbr&uuml;che wie &raquo;ES ist auch dein Leben&#8230;!&laquo; kann ich auch nicht laut mitsingen ohne rot zu werden. Das ganze ist aber derartig mitrei&szlig;end geschrieben, das Schlagzeuger poltert z&uuml;gig los und die Gitarren h&auml;mmern verzerrt in die entscheidenden Ecken, dass man mit wippen muss. Klingt ja auch so, als h&auml;tte man das schon hundert mal geh&ouml;rt. Nicht meine Tanzveranstaltung. (Janette)</p>
<p><strong>Sammeln und Stapeln</strong><br />
Jetzt habe ich mir das Lied ein paar mal angeh&ouml;rt, und so langsam d&auml;mmert mir, warum ich mich so lange davor gedr&uuml;ckt habe, es zu besprechen: Ich kann mir vorstellen, dass die Musiker vielleicht recht nett sind, aber es gef&auml;llt mir einfach nicht. Irgendwo zwischen poliertem Indierock und was zumindest fr&uuml;her gern als Emopunk bezeichnet wurde, angezogenes Tempo und klarer Gitarrensound, eine treibend-melancholische Stimmung in der Musik. Der m&auml;nnliche Gesang t&ouml;nt ebenfalls klar, verliert meines Erachtens aber durch eine Art Post-Screamo-Feel. Auch das genretypisch eingestreute Operieren nah an der Grenze zum Sprechgesang kann der monotonen Selbstmitleidigkeit des St&uuml;cks nichts entgegensetzen. Textlich gehts um Herbstdepressionen. Beschrieben wird eine Situation im September, &raquo;die Heizung steht auf drei&laquo;. Die singende Trauerweide sieht sich im Zimmer um und fragt sich: Was beh&auml;lt sie bis zum n&auml;chsten Sommer? Mir gefiel dieser alltagspoetisch aufbereitete Jahreszeitenkitsch noch nie. &raquo;Kitsch&laquo; deshalb, weil der Turnus der Probleme, die geeignet sind, mich in eine melancholischen Stimmung versetzen, nach dem Stand der Entwicklung der Produktionsmittel mit dem Wechsel der Jahreszeiten eigentlich fast nichts mehr zu tun haben. &raquo;Gefiel mir noch nie&laquo; deshalb, weil mich solcherart kreativ ge&auml;u&szlig;erte Melancholie und Selbstmitleid einfach nerven. Gelegentlich melancholisch oder selbstmitleidig zu sein l&auml;sst sich schwer vermeiden. Wenn man dann aber einen Proberaum, viele sch&ouml;ne Instrumente, befreundete Musiker/innen und gen&uuml;gend Zeit hat, dann sollte man sich dar&uuml;ber sehr freuen, und die eigene Melancholie kritisch durcharbeiten und &uuml;berwinden, anstatt sie blo&szlig; auszudr&uuml;cken oder schlimmstenfalls im Studio nachzuempfinden. Und wenn man die Chance hat, eine Platte zu machen, dann soll man die nutzen, um diesen Prozess auch bei anderen anzuregen. Keep on keepin&rsquo; on! (Brigate)</p>
<p><strong>Hunderzwanzig Sachen</strong><br />
Es ist wirklich eigenartig schwierig, ein einzelnes Lied zu besprechen, denn was kann ein Lied allein schon ausdr&uuml;cken, meist nicht sehr viel. Und dieses Lied tut es auch wahrlich nicht. Hoffentlich liegt man bei &raquo;Hundertzwanzig Sachen&laquo; nicht mit der Vermutung richtig: kennste eines, kennste alle. An sich gef&auml;llt mir der Song, aber es ist nichts Herausragendes in der kleinen Welt der deutschsprachigen wir-sind-die-besten-Freunde-Punkbands. Der Text will zu Gedanken &uuml;ber Alltag und gesellschaftlicher Vereinsamung, mit einem hohen Anteil an eigenen Interpretations&#8209; und Identifizierungsm&ouml;glichkeiten, anregen. Die Musik ist sauber, glatt und irgendwie langsam langweilig. Weder Text von Musik stellen etwas Besonderes dar und die Emo-Spalte im Punk dreht sich im Kreis. Im Lied geht es im Entferntesten um die Frage &ndash; was ist zuhause &ndash; musikalisch kann ich nur raten, dass man einfach mal zuhause ausziehen sollte, dann stellt sich auch die Frage einfach nicht mehr. (Ulrike)</p>
<p><strong>Hols St&ouml;ckchen bitte</strong><br />
Ich h&ouml;r ja nicht soviele von diesen tollen Punkbands, weil ich drauf stehe, schlecht drauf zu sein. Nee, nee. Dann w&uuml;rd ich Atreyu oder Silverstein h&ouml;ren und mir die Tage &raquo;mal was gutes tun&laquo;. Zum Beispiel bei H&amp;M ein neues J&auml;ckchen kaufen. Ist ja auch hart alles. G&ouml;nn mir doch den Spa&szlig;. Na klar, aber geht schon. Ich komm auch so durch. Wenn man so vieles einfach mal seltsam-verst&ouml;rend findet und zwar nicht nur weil es seltsam-verst&ouml;rend ist, sondern man das eben findet (kompliziert!) legt man den Strohhalm einfach mal auf. Lustig irgendwie. Ist ne super Platte. (Abel vB)</p>
<p><strong>Worte auf der Br&uuml;cke</strong><br />
Dieses &raquo;Wort auf der Br&uuml;cke&laquo; immer wieder und wieder, los schreib was dazu, los jetzt! O.K. es handelt vom losgehen, man soll nicht aufgeben, sondern es einfach tun. Deswegen tu ich das jetzt ja auch, einfach losschreiben. Aber ich h&ouml;re da doch ein paar Zweifel raus: &raquo;es muss sich was &auml;ndern, nur was?&laquo; und dann kommt auch das ungeliebte &raquo;ich wei&szlig; es auch nicht&laquo;. Die Musik hingegen l&auml;sst keine Zweifel zu, sie denkt nicht nach, sie brettert nach vorn bis sie oben angekommen ist. Und so muss man es wohl tun, einfach los, nicht so viel nachdenken und schwupp ist man am Ziel. Ich auch. (Caro)</p>
<p><strong>Abenteuer im Metadelta</strong><br />
Das Abenteuer im Metadelta hat keinen Anfang und kein Ende, die Zeit ist derma&szlig;en gekr&uuml;mmt, dass der Song im Kreis l&auml;uft (Repeat-Modus). Der Raum hingegen ist ganz wie immer, ein wenig schmutzig und gro&szlig; genug, um darin zu tanzen &ndash; und das in satten drei Dimensionen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, nicht hinzufliegen. Bockspringen auf der Autobahn kann zu erheblichen Verletzungen f&uuml;hren. (Oli)</p>
<p><strong>Auftauchen um Luft zu holen</strong><br />
Sch&ouml;n: Melodi&ouml;s-d&uuml;steres Intro, zack, pr&auml;zise Breaks, treibende Drums, w&uuml;tender Gesang. Der bleibt allerdings k&uuml;hl genug, um Distanz zu wahren. Stellt klar, dass es sich hier immer noch um eine k&uuml;nstlerische/k&uuml;nstliche Abstraktion handelt und nicht um das emotionale Tagebuch einer Beziehung. L&auml;sst bei allem klanglichen Mitrei&szlig;faktor Raum f&uuml;r eigene Bez&uuml;ge. Zeilen zum Mitgr&ouml;len mit angesuckt-sein-Tragiknuancen, ohne dass man sich dabei doof vorkommen muss. (Antonia)</p>
<p><strong>Zugeh&ouml;rt</strong><br />
Hin&#8209; und hergerissen zwischen &raquo;schon zu oft geh&ouml;rt&laquo; und &raquo;nicht richtig hin&#8209; und zugeh&ouml;rt&laquo; tendiere ich zum zweiten. Irgendwie schaffen es Captain Planet doch die richtigen Worte und T&ouml;ne zu treffen, auch wenn man an einigen Stellen geneigt ist, den zugegebenerma&szlig;en unfairen Vorwurf zu formulieren, dass sie aus den eng gesteckten Genregrenzen nicht ausbrechen. Niemals die einzige Blume vor der Nase wegpfl&uuml;cken lassen! (Toralf)</p>
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		<title>Iskra &#187;A Statue Or The Stone Subverting The Timezone&#171;</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jul 2007 10:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abel vB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Iskra]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#187;Schrammelschrammel; Bedroom or dancefloor; what are you looking for?!&#171; 
Man merkt eventuell, dass der Superlativ mir sehr nahe steht, aber ich sage es trotzdem und erst recht: &#187;Bedroom or dancefloor&#171; ist einer der Indiehits des Jahres. Da kann man nix gegen sagen. Ob auf der Unterm Durchschnitt-Party in Leipzig oder ganz spontan im Beat Club [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&raquo;Schrammelschrammel; Bedroom or dancefloor; what are you looking for?!&laquo;</em> </p>
<p>Man merkt eventuell, dass der Superlativ mir sehr nahe steht, aber ich sage es trotzdem und erst recht: &raquo;Bedroom or dancefloor&laquo; ist einer der Indiehits des Jahres. Da kann man nix gegen sagen. Ob auf der <em>Unterm Durchschnitt</em>-Party in Leipzig oder ganz spontan im Beat Club zu Hamburg; ert&ouml;nen die ersten Takte dieses wahnwitzig guten Songs, beginnen die Flaschen zu tanzen und die K&ouml;pfe zu nicken.</p>
<p>Neben diesem Meilenstein enth&auml;lt die 7&ldquo; im Klappcover noch 2 weitere St&uuml;cke, sowie einen elektronischen-Tanzfl&auml;chenmagneten-Remix von &raquo;Bedroom or Dancefloor&laquo; f&uuml;r den sich die Weltraumraketen von <em>Juri Gagarin</em> verantwortlich zeigen. Besser gesagt S&auml;ge, der ja nicht nur Kn&ouml;pfchen im Sowjet-Armeeparka dr&uuml;ckt, sondern auch und vor allem bei Iskra den Bass bedient.</p>
<p>Viel Zeit im Proberaum scheint seit Ver&ouml;ffentlichung der ersten Demo-CD vergangen zu sein. H&ouml;rte man auf jener noch einen abenteuerlichen und musikalisch oft fragw&uuml;rdigen Mix aus Versatzst&uuml;cken und guten Ideen haben Iskra mit dieser Single einen Stil gefunden, der sich schon auf den zahlreichen Konzerten abzeichnete. Die Gitarrenriffs klingen nach Hot Snakes, der Rhythmus orientiert sich an funky Tanzplatten wie zum Beispiel &raquo;Power&laquo; von Q And Not U oder &auml;lteren Sachen von The Rapture. Aber sch&ouml;nerweise weit weniger glatt, weit weniger auf Hit! produziert.</p>
<p>Hierf&uuml;r d&uuml;rfte nicht zuletzt die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Stimme von S&auml;ngerin Flicke zur Verantwortung gezogen werden, die immer kurz vorm Geschrei den Ton trifft und der musikalischen Untermalung die eigent&uuml;mliche Atmosph&auml;re verleiht.</p>
<p>Mal gucken was noch aus dieser Band wird und was die Zukunft bringt, aber die vorliegende Single geh&ouml;rt f&uuml;r mich zu den besten Ver&ouml;ffentlichungen des Jahres. Und aus Hamburg ja sowieso.  Sollte man sich auch mal live angucken. Eine der wenigen Bands, deren Publikum nicht nur die Optionen &raquo;Rumstehen&laquo; und &raquo;Blutgr&auml;tschenpogo&laquo; kennt. Und das ist ja auch mal sch&ouml;n, wenn man mit dem Kopf wackeln kann, ohne die ganze Zeit in der Arme-verschr&auml;nkt-ein-Bein-zur&uuml;ck-Pogo-Angriff-Abwehrhaltung stehen zu m&uuml;ssen. Funky! Tricky! Iskra!</p>
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		<title>Katzenstreik &#187;IIII&#171;</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jun 2006 15:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Emopunk]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Circa in der vierten Klasse zeigt sich in unnachahmlicher Grausamkeit, ob man es vermochte, w&#228;hrend des bisherigen noch recht jungen Lebens seinem Umfeld mit Liebensw&#252;rdigkeiten zu gefallen. Dann n&#228;mlich und nur dann h&#228;lt einem alle Nase lang jemand ein knallbuntes B&#252;chlein unter die Nase, in das man auf ein Sammelsurrium skurriler Fragestellungen, Antworten wie &#187;Knight [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Circa in der vierten Klasse zeigt sich in unnachahmlicher Grausamkeit, ob man es vermochte, w&auml;hrend des bisherigen noch recht jungen Lebens seinem Umfeld mit Liebensw&uuml;rdigkeiten zu gefallen. Dann n&auml;mlich und nur dann h&auml;lt einem alle Nase lang jemand ein knallbuntes B&uuml;chlein unter die Nase, in das man auf ein Sammelsurrium skurriler Fragestellungen, Antworten wie <em>&raquo;Knight Rider, Spaghetti, Feuerwehrmann und David Hasselhoff&laquo;</em> zu schreiben hat. Man darf festhalten wer man so ist, was einen ausmacht und was man dem Eigent&uuml;mer des B&uuml;chleins schon immer mal an Freundlichkeiten mitzuteilen gedachte.</p>
<p>Aber es gab dereinst auch andere Exemplare von Poesiealben &ndash; solche n&auml;mlich, die dem Eintragenden die nicht immer ganz einfache Aufgabe abverlangte eine schneewei&szlig;e Seite frei von diesem neumodernen Steckbrief-Schnickschnack zu gestalten. Wer langweilig war und auch sonst eine Niete suchte aus seinem eigenen Poesiebuch einen h&uuml;bschen Spruch heraus, schrieb ihn in Sch&ouml;nschrift mit F&uuml;ller ab und drapierte noch ein paar Blumenaufkleber drum herum. Wer hingegen was auf sich hielt, m&uuml;hte sich um eine originelle Note und um ein wenig Individualit&auml;t.</p>
<p>Katzenstreiks&rsquo; Album &raquo;IIII&laquo; ist ein solches Poesiealbum eingeschoben. Aufwendig layoutet und von allerlei Bekannten, Weggef&auml;hrten, MusikerInnen, Veranstaltern und Labelbetreibern ausgef&uuml;llt. Es werden beste W&uuml;nsche, Anekdoten und verschriftlichte Pl&auml;tzchen gereicht &ndash; h&ouml;chstpers&ouml;nlich versteht sich.</p>
<p>Wenn eine Band ein solches Heft anstatt eines handels&uuml;blichen Plattenbeiwerks dem eigenen Langspieler beilegt, so hat das mehr zu bedeuten, als das posrige Vorzeigen der Freundschaftsb&auml;nder (Remember Wolfgang Petry!). Das Poesiealbum markiert vielmehr, welche Bedeutung und welchen Status sich Katzenstreik im deutschsprachigen Raum in puncto Emopunk im Laufe der Jahre erspielt haben und wie viel sie einer kaum &uuml;berschaubaren Anzahl von Leuten bedeuten. Und das gewiss zu recht.</p>
<p>Mit einer beachtenswerten Liebensw&uuml;rdigkeit schrauben die vier nun schon &uuml;ber Jahre an ihrer Musik, an ihren Texten, ihren Auftritten. Vielleicht allein mit ein wenig zu viel der Authentizit&auml;t wird man auf &raquo;IIII&laquo; eingeseift, wenngleich die Platte den Grund daf&uuml;r frei Haus mitliefert. Katzenstreik ist f&uuml;r die beteiligten Musiker mehr als ein mal sch&ouml;nes, mal beschwerliches Hobby. Es scheint, als sei es Fixpunkt in vier unterschiedlichen Leben, in vier Freundschaften, die genau dadurch zusammen gehalten werden. Wahrscheinlich nur so ist die gro&szlig;e Distanz zwischen Bristol in England, wo es den Drummer Tobi mittlerweile hin verschlagen hat und zwischen G&ouml;ttingen und Berlin zu &uuml;berbr&uuml;cken, wo der Rest lebt. Unter diesen Bedingungen zu proben, zu touren und sich zusammen weiter zu entwickeln d&uuml;rfte Katzenstreik noch vor eine ganze Reihe von Herausforderungen stellen. Deshalb bleibt eine genauere Bestimmung des Gegenstands offen, weil ungewiss. Womit hat man es bei &raquo;IIII&laquo; nun eigentlich zu tun? Mit einem R&uuml;ckblick, einem Ausblick oder einem vorgezogenen Adieu? Wer wei&szlig; das schon so genau?</p>
<p>Festhalten l&auml;sst sich bei &raquo;IIII&laquo; aber zumindest ein solides, wieder ein wenig dreckiger produziertes Punkrockalbum plus buntem Strau&szlig; sich eckender Schrulligkeiten, die am Ende der Platte versammelt sind. Wie dort h&ouml;rbar, ist Katzenstreik alles andere als frei von Br&uuml;chen, nur steht wohl kaum eine Band so offen und sympathisch dazu. Beispielhaft daf&uuml;r l&auml;sst sich das &raquo;Hasskappe Pt.2&laquo;-St&uuml;ck anf&uuml;hren, in dem sich Tobi &uuml;ber eine eigene olle Kamelle aus der autonomen Mottenkiste der Bandgeschichte in einem schaurigen Elektroremix lustig macht. Neben der Portion Selbstironie deutet die daf&uuml;r gew&auml;hlte Form das Interesse von Katzenstreik an, ihr eigenes musikalisches Korsett ein paar L&ouml;cher weiter zu schnallen. So wildern die Vier wie erw&auml;hnt nicht nur im Disko, sondern wagen auch Ausfl&uuml;ge in Richtung Rap, Blues und Pop.</p>
<p>Und dennoch: meine Scheibe wird das nicht. Einige Lieder sind mir einfach zu hittig, andere zu stark an das eigene Plattenregal angelehnt: &raquo;Rei&szlig;verschluss&laquo; spielt am Anfang R&auml;uberh&ouml;hle, &raquo;Shakedown&laquo; im Intro Robocop Kraus und das Schlagzeug von &raquo;Home Again&laquo; hat sein Vorbild recht deutlich bei Hot Hot Heat&rsquo;s &raquo;Bandages&laquo;.</p>
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		<title>Jet Black &#187;The Dead End&#171;</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Mar 2006 10:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antonia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum &#196;u&#223;eren: The Dead End ist die letzte Ver&#246;ffentlichung der Band, sie l&#246;st sich n&#228;mlich auf. Die Platte hat sechs St&#252;cke, schwarzes Klappcover mit, ui, wei&#223;em Vinyl drin, dazu gibt es drei coversized Seiten mit Fotocollage, einem R&#252;ckblick auf die Bandgeschichte und Statements von einzelnen Mitgliedern. Ein liebevoller Abschied.
Zum Inneren: Dass ich soooo lange gebraucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum &Auml;u&szlig;eren: The Dead End ist die letzte Ver&ouml;ffentlichung der Band, sie l&ouml;st sich n&auml;mlich auf. Die Platte hat sechs St&uuml;cke, schwarzes Klappcover mit, ui, wei&szlig;em Vinyl drin, dazu gibt es drei coversized Seiten mit Fotocollage, einem R&uuml;ckblick auf die Bandgeschichte und Statements von einzelnen Mitgliedern. Ein liebevoller Abschied.</p>
<p>Zum Inneren: Dass ich soooo lange gebraucht habe, um mich zu diesem Review aufzuraffen, hat auch mit meinem ambivalenten Verh&auml;ltnis zu dieser Platte zu tun. Screamo-Emo-Core (<em>&raquo;Heartcore&laquo;</em>) aus Bremen mit Gitarrenmelodien und einigen Sprechgesangteilen drin &ndash; sehr Molltonart-sch&ouml;n, sehr w&uuml;tend und sehrsehr verletzlich. Zum laut h&ouml;ren gemacht.</p>
<p>Eben die Sprechgesangsequenzen wirken aber auch so entbl&ouml;&szlig;end, dass die Grenze zum peinlich-ber&uuml;hrt-sein bei mir manchmal &uuml;berschritten wird, was ich aber wiederum gleichzeitig souver&auml;n und mutig finde. <em>&raquo;Authentisch&laquo;</em>, das schlimme Wort, w&auml;re hier angebracht, um den Effekt zu beschreiben.</p>
<p>Jet Black bewegen sich konsequent auf diesem schmalen Grat zwischen sich-die-eh-schon-d&uuml;nne-Haut-vom-Leib-rei&szlig;en und sich-ein-angry-Gitarrenbrett&#8209; als-Panzer-dar&uuml;berziehen. Dabei spielen sie mogwaim&auml;&szlig;ig mit Dynamiken &ndash; jene bleiben zwar selbstredend unerreicht, was Weite und Dichte angeht, aber platt oder eint&ouml;nig wird die Scheibe nie.</p>
<p>In den Texten ist manchmal ein bisschen viel von <em>&raquo;ihr&laquo;</em> und <em>&raquo;sie&laquo;</em> versus des zarten <em>&raquo;wir&laquo;</em> die Rede, Emo eben: wie die omnipr&auml;sente Liebe ist vor allem die Sehnsucht nach Identit&auml;t immer Thema, eingel&ouml;st wird sie gl&uuml;cklicherweise jedoch nicht. Es bleibt beim Sehnen und dem Leiden daran: &raquo;<em>Die Maske ist Schei&szlig;e ohne mich selbst/Und Du bist/ Und Du bleibst/was niemals ich finde&laquo;</em> hei&szlig;t es im Opener &raquo;Ich dazwischen&laquo;, <em>&raquo;Nichts tut mehr weh, als sich selbst zu vermissen/nichts verlockt mehr, als nicht tr&auml;umen zu m&uuml;ssen&laquo;</em> in &raquo;Tanzen&laquo;.</p>
<p>Mein Lieblingsst&uuml;ck ist allerdings der Titelsong (ganz ohne Sprechgesang, was will das jetzt sagen?) mit einem grandios gehauchten, mittendrin eingespielten Telefonat. Die Eine will, dass der andere m&ouml;glichst bald nach Hause kommt, und dass er viel an sie denken musste, mehr erfahren wir nicht. <em>&raquo;Can you come today?&laquo;</em> bittet sie flehend, dann bricht ein Gitarrenbrett die Gelegenheit zum Lauschen ab, und ganze Filmlandschaften d&uuml;rfen vor dem inneren Auge entstehen. Vielleicht kennen ja sonst alle den Film, aus dem das Sample stammt, aber bitte trotzdem nicht verraten und damit das Zelluloid dieses ganz privaten Film Noir zerrei&szlig;en. Ich geb&rsquo;s zu, ich bin doch Fan.</p>
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		<title>Mallorys Last Dance &#187;s/t&#171;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2005 17:54:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Flames.Waves.Words]]></category>
		<category><![CDATA[Mallorys Last Dance]]></category>
		<category><![CDATA[Screamo]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen habe ich die Bremer Screamo-Pioniere von Mallory&#180;s Last Dance in der Liwi/Leipzig gesehen und muss zugeben, dass ich diese Musik selten so genossen habe. Zwar lieferten MLD nur ein kurzes Set, nicht l&#228;nger als eine halbe Stunde, zum Ende hin ging ihnen sogar etwas die Puste aus, aber die Musik wirkte nach. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen habe ich die Bremer Screamo-Pioniere von Mallory&acute;s Last Dance in der Liwi/Leipzig gesehen und muss zugeben, dass ich diese Musik selten so genossen habe. Zwar lieferten MLD nur ein kurzes Set, nicht l&auml;nger als eine halbe Stunde, zum Ende hin ging ihnen sogar etwas die Puste aus, aber die Musik wirkte nach. Eine eindringliche Demonstration emphatischen Treibenlassens und kalter Strukturiertheit, zu wirklich guten Songs zusammengesponnen, immer ein bi&szlig;chen schwerm&uuml;tig und mit exellent geschrienem Wort. Um das klar zu sagen, MLD machen nicht gro&szlig; etwas anders als der Rest der Screamo-Bande, aber vieles einfach besser. Diese 7&ldquo; bietet einen guten Eindruck davon wie die Band live klingt.</p>
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		<title>Captain Planet &#187;Unterm Pflaster der Strand&#171;</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2005 16:16:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Captain Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Emopunk]]></category>
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		<description><![CDATA[&#187;Geya, die Mutter der Erde, hat genug von den Umweltkatastrophen, die der Mensch unaufh&#246;rlich heraufbeschw&#246;rt. Sie sucht sich ein Team aus f&#252;nf jungen Menschen, die sie alle mit magischen Zauberkr&#228;ften ausstattet. Zusammen mit dem Superhelden Captain Planet k&#228;mpfen sie fortan f&#252;r die Rettung der Welt.&#171;
Captain Planet sind heute zwar nur noch zu viert und sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&raquo;Geya, die Mutter der Erde, hat genug von den Umweltkatastrophen, die der Mensch unaufh&ouml;rlich heraufbeschw&ouml;rt. Sie sucht sich ein Team aus f&uuml;nf jungen Menschen, die sie alle mit magischen Zauberkr&auml;ften ausstattet. Zusammen mit dem Superhelden Captain Planet k&auml;mpfen sie fortan f&uuml;r die Rettung der Welt.&laquo;</em></p>
<p>Captain Planet sind heute zwar nur noch zu viert und sie benutzen heute lieber Instrumente, aber was den Rest angeht, scheinen die Helden erhalten geblieben zu sein. Ob der Name die Jugend-Verbindung in die 90er beabsichtigt: ich wei&szlig; es nicht, will es aber wohl hoffen.</p>
<p>Die Jungs aus Hamburg machen super Emo-Punk vom feinsten, wie man ihn kennt, liebt und wie er sein muss. Ihre 7inch hei&szlig;t &raquo;Unterm Pflaster der Strand&laquo;. Und kommt limitiert und ganz wunderbar illustriert daher, und wenn man l&auml;nger sucht, findet man sogar noch ein Gimmick. Erschienen ist das gute St&uuml;ck bei Unterm Durchschnitt und befindet sich dort in guter Gesellschaft. In der Schublade Emo-Punk sucht und findet sie aber dennoch viel musikalische Abwechslung. Sehr sch&ouml;ne Gitarrenmelodien, ohne sich darin zu sehr zu verlieren und die Geschwindigkeit au&szlig;er acht zu lassen. Zu allen Gelegenheiten des Lebens h&ouml;rbar.</p>
<p>Dies ist eine der Platten, von denen auf jeden Fall mindestens ein Lied auf die Kassette f&uuml;rs Auto oder die beste Freundin kommt. Musik, die einen morgens dazu bringt wirklich mal wieder aufzustehen. Lieder, die einem sagen, dass man nicht allein ist, in einer Welt voller Idioten, die gerne zur Arbeit gehen und denen ein Urlaub in Jahr ernsthaft reicht. Texte, die so kryptisch sind, aber trotzdem von allen verstanden werden, wenn man sich rein denken und verstehen will. Die Lieder handeln von Situationen, die sofort pers&ouml;nliche Bilder vor den Augen aufleuchten lassen. Den Assoziationen wird freier Lauf erlaubt, ohne v&ouml;llig abzudriften und am Ende sinnentleert zu verbleiben. Es breitet sich ein irrationales wohligen Gef&uuml;hl im K&ouml;rper aus von Szene, die noch in Ordnung ist. Sympathische Leute mit Anspruch, nicht v&ouml;llig desillusioniert, Konzerte D.I.Y.</p>
<p>Leider bin ich noch nicht in den Genu&szlig; gekommen ein Live-Konzert zu besuchen, aber die Ger&uuml;chte sagen, es w&auml;re ein Muss.</p>
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		<title>V.A. &#187;Turn It Down&#171;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2005 17:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Toralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Broken Silience]]></category>
		<category><![CDATA[Turn It Down]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Rechten Strukturen und den darin verhafteten Musikern den Saft abzudrehen, haben sich die Turnitdown-Leute mit der gleichnamigen Internetplattform und diesem Sampler vorgenommen. Dazu versammelt wurde ein Haufen sehr guter Bands aus dem Emo&#8209;, Punk&#8209;, Screamo und Hardcorespektrum. Die Palette reicht von D&#252;senj&#228;ger und Katzenstreik &#252;ber Koyaanisqatsi und El Mariachi bis hin zu Lattekohlertor und Mad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rechten Strukturen und den darin verhafteten Musikern den Saft abzudrehen, haben sich die Turnitdown-Leute mit der gleichnamigen Internetplattform und diesem Sampler vorgenommen. Dazu versammelt wurde ein Haufen sehr guter Bands aus dem Emo&#8209;, Punk&#8209;, Screamo und Hardcorespektrum. Die Palette reicht von D&uuml;senj&auml;ger und Katzenstreik &uuml;ber Koyaanisqatsi und El Mariachi bis hin zu Lattekohlertor und Mad Minority. Auch die Auswahl der (mir) unbekannten Bands ist durchweg geschmackvoll und wenn es eine Quote f&uuml;r gute Musik geben w&uuml;rde, dann w&auml;re allen Songs massiver Airplay sicher.</p>
<p>Die Absicht der Compilation &uuml;ber rechte Musik zu informieren und Leute f&uuml;r dieses Thema zu sensibilisieren ist absolut unterst&uuml;tzenswert und geschmacksquotenkompatibel, aber es stellt sich doch die Frage, inwieweit <em>&raquo;gegen rechts&laquo;</em> in dem Kontext, in dem der Turnitdown-Sampler rezipiert wird, nicht sowieso schon Konsens ist. Der Einfluss der Platte im Teil der Punk&#8209; und Hardcoreszene, auf den sich der Wirkungsbereich wegen der getroffenen Bandauswahl beschr&auml;nken wird, ist zu hinterfragen. Den Slogan <em>&raquo;Rechtsextremismus bek&auml;mpfen&laquo;</em> (oder so &auml;hnlich) als kleinsten gemeinsamen Nenner w&uuml;rden derzeit wohl alle politischen Lager bis hin zum reaktion&auml;rsten CSU-W&auml;hler unterschreiben. Wozu also offene T&uuml;ren einrennen in einer Szene, die sich als aufgekl&auml;rt &uuml;ber rechte Ph&auml;nomene w&auml;hnt?</p>
<p>Problematisiert werden die Einw&auml;nde, die sich gegen noch eine Aktion <em>&raquo;Gegen Nazis&laquo;</em> machen lassen im umfangreichen Booklet auch von den Samplermachern selbst. Hinter dem Leitmotiv &#8211;&#160;rechte Strukturen in Musik&#8209;(Sub)Kulturen&#160;&#8211; steht zum einen das Ph&auml;nomen rechte Musik im &raquo;klassischen Sinne&laquo;, welches nach wie vor als identit&auml;tsstiftendes Moment bei der Konstitution der rechten Szene herausragende Bedeutung hat. Zum anderen soll aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit Inhalten der eigenen Subkultur angeregt werden. Denn neben Bands, die eine klare faschistische Ideologie vertreten und sich der jeweiligen szenetypischen optischen und musikalischen Codes bedienen um so auch &raquo;unpolitische&laquo; Menschen zu erreichen, gibt es in Subkulturen wie Hardcore/Punk, Darkwave und HipHop mehr als fragw&uuml;rdige inhaltliche Tendenzen wie Sexismus, Nationalismus oder Homophobie, die oft kritiklos akzeptiert werden. Dass auch in vermeintlich informierten Kreisen Handlungs&#8209; und Informationsbedarf besteht, zeigt nicht zuletzt das Negativbeispiel des als HC-Mailorder gestarteten &raquo;Lost &amp; Found&laquo;, der neben allerlei Punk&#8209; und Hardcorescheiben eindeutig rechte Bands wie One Life Crew oder Ultima Thule vertreibt. Eine Reflexion jenseits der Schwarzwei&szlig;malerei von Nazi vs. Nichtnazi, jenseits von &raquo;T-Shirtspruchpolitik&laquo; w&auml;re in den oftmals sinnentleerten Lifestyleangeboten mit gesellschaftlicher Integrationsfunktion, wie sie eben auch Hardcore und Punk sind, w&uuml;nschenswert. Der Informationsanspruch der Compilation wird auch dadurch untermauert, dass englische und spanische &Uuml;bersetzungen sowohl der Artikel als auch s&auml;mtlicher Lyrics im Booklet enthalten sind und so das Verst&auml;ndnis des Anliegens den deutschsprachigen Rahmen &uuml;berschreiten kann.</p>
<p>Insgesamt eine musikalisch wertvolle und inhaltlich sinnvolle Aktion, die als Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Internetportal Turnitdown.de gedacht ist. Neben der ansurfenswerten Homepage als Kommunikations&#8209; und Vernetzungsmedium mit einer Menge Informationen &uuml;ber rechte Bands, Labels und Symboliken, werden auch Konzerte unter dem Turnitdown-Logo organisiert, au&szlig;erdem sollen Sampler, die musikalisch auf andere Subkulturen abzielen, folgen.</p>
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		<title>Katzenstreik &#187;…Solves Your Problems&#171;</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2004 17:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
				<category><![CDATA[Platten]]></category>
		<category><![CDATA[Emopunk]]></category>
		<category><![CDATA[Flight13]]></category>
		<category><![CDATA[Freecore]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Per Koro]]></category>
		<category><![CDATA[Unterm Durchschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sch&#246;n finde ich es, zwar nicht bei allen Bands, aber bei einigen daf&#252;r umso mehr, wenn das Booklet mehr hergibt, als die Texte vorzustellen, &#187;geile&#171; Live-Pics zu pr&#228;sentieren und die Gru&#223;liste an Mama, Papa und die Freunde loszuwerden. Katzenstreik machen das. Sie setzen pers&#246;nliche Gedanken neben ihre Lyrics und lassen damit ein bisschen durchschimmern, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&ouml;n finde ich es, zwar nicht bei allen Bands, aber bei einigen daf&uuml;r umso mehr, wenn das Booklet mehr hergibt, als die Texte vorzustellen, &raquo;geile&laquo; Live-Pics zu pr&auml;sentieren und die Gru&szlig;liste an Mama, Papa und die Freunde loszuwerden. Katzenstreik machen das. Sie setzen pers&ouml;nliche Gedanken neben ihre Lyrics und lassen damit ein bisschen durchschimmern, dass es ihnen um mehr als nur das Gef&uuml;hl des Musik-Machens geht. Der Song &raquo;Spirit&laquo; scheint die Richtung anzugeben. &raquo;Spirit&laquo; wird gro&szlig; geschrieben, nicht nur als Lied, sondern eben auch als Lebensgef&uuml;hl.</p>
<p>Ganz schlau werde ich aus Katzenstreik trotzdem nicht, denn so richtig wohl scheinen sie sich in keiner einzigen musikalischen Sparte, die aus dem traditionellen &raquo;Stromgitarre &ndash; Bass &ndash; Schlagzeug&laquo;-Schema resultiert, zu f&uuml;hlen. Hier und da etwas Punk, viel Emo, ein Schuss Hardcore und Indierock, mal auf englisch, mal auf deutsch &ndash; fertig ist der wilde Stilmix, der es manchmal in sich hat und manchmal einfach zu d&uuml;rftig daherkommt. Denn so vielseitig wechselnd der Sound auch ist, desto abwechslungsreicher auch die Beanspruchung meiner musikalischen Geschmacksnerven. Schafft man es gegen Anfang der Platte noch mit einigen Rockern aufzuwarten, so bleibt gegen Ende einzig der Trost der auf stets hohem Niveau gehaltenen Samples, die einen bis zu guter letzt zum Schmunzeln bringen. Dazwischen allerdings viele belanglose Parts, die den ganzen Elan des Vorherigen entschwinden l&auml;sst, um viel zu sp&auml;t wieder die Kurve in Richtung Ohrwurm bekommen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Musikalisch h&ouml;rt sich das schon ziemlich ausgereift an und auch technisch haben Katzenstreik einiges aufzubieten. Ich werde aber das beklemmende Gef&uuml;hl nicht los, dass man hier auf Teufel komm raus alles daran setzt, so abwechslungsreich, so extravagant wie m&ouml;glich zu klingen &ndash; und genau das geht in die Hose.</p>
<p>Sicher, Katzenstreik werden Spa&szlig; an der Sache haben, sind gute Freunde, die zusammen Musik machen, was ja an sich durchaus akzeptable Gr&uuml;nde sind, um weiterhin kulturindustriellen Output zu liefern. Dar&uuml;ber hinaus interessieren sie sich auch noch f&uuml;r Kritik an den Zust&auml;nden, was sie sympathisch macht. Alles in allem bleibt aber ein Feeling, das mir beim H&ouml;ren kein eindeutiges L&auml;cheln auf die Lippen zaubert. Schlecht ist diese Platte ganz und gar nicht, dennoch muss an dieser Stelle gesagt werden, dass diese ganze Harmonie, dieses &raquo;Friede &ndash; Freude &ndash; Eierkuchen&laquo;-Ding, das mich trotz der formulierten Gesellschaftskritik irgendwie nicht verlassen will, keineswegs vor einigen Aussetzern auf Konserve sch&uuml;tzt. Ist ja sch&ouml;n, wenn man sich und das, was man tut, mag. Jedoch besagter &raquo;Spirit&laquo; ist nun mal kein Garant f&uuml;r au&szlig;erordentlich gute Musik. Eben so wie hier.</p>
<p>Meine Probleme hat &ndash; in Anspielung auf den Titel &ndash; das Album jedenfalls nicht gel&ouml;st. Aber: vielleicht wollten sie das ja auch gar nicht.</p>
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